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Red Hat erneuert Enterprise Linux

22.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Red Hat hat sein "Enterprise Linux" auf den Versionsstand 3.0 gebracht. Ungeachtet der Versionsnummer handelt es sich dabei um die zweite Betriebssystemvariante des Anbieters, die für den Einsatz im Unternehmen konzipiert wurde. Sie basiert auf dem Kernel 2.4.21 und verspricht eine verbesserte Skalierbarkeit. Außerdem laufen laut Hersteller Java-basierende Anwendungen und Datenbanken schneller als mit der Vorversion.

Der "Advanced Server" (AS) unterstützt nun bis zu 32 Prozessoren. Die inklusive 24-Stunden-Support 3000 Dollar teure Version ist auf dem Mainframe einsetzbar und kommt außer mit S/390 auch mit x86-CPUs und 64-Bit-Prozessoren von Intel sowie AMD zurecht. Die Entry-Server-Variante (ES) ist ab 350 Dollar zu haben und auf X86-Server zugeschnitten. Der Einstiegspreis der Workstation-Edition (WS) liegt bei 180 Dollar. Sie unterstützt x86-Systeme sowie 64-Bit-CPUs. Wer bereits eine Enterprise-Linux-Version 2.1 erworben hat, kann kostenlos aufrüsten.

Neu im Programm sind auch zwei Zusatzpakete. Die Developer-Suite basiert auf dem quelloffenen Entwicklungs-Framework "Eclipse" und ist kostenlos erhältlich. Software zum Betrieb von Clustern kostet 500 Dollar pro Server und Jahr. Laut Red Hat werden unter anderem Hewlett-Packard, IBM, Dell, Fujitsu, Hitachi und NEC mit RHEL 3.0 ausgestattete Server anbieten. (lex)