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Quest erwirbt Directory-Technik

06.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Quest Software, Anbieter von Tools zur Leistungsüberwachung von Anwendungen und Datenbanken sowie zur Verwaltung von Windows-Umgebungen, ist weiter auf Einkaufstour. Für 56,5 Millionen Dollar in bar, übernimmt das Unternehmen mit Sitz in Irvine, Kalifornien, den Microsoft-Spezialisten Vintela aus Lindon, Utah. Vintela entwickelt Software für die plattformübergreifende Integration und zentrale Administration von Unix-, Linux-, Mac-, Java- und Microsoft-Umgebungen. So lassen sich mit den "Vintela Authentication Services" die Authentifizierung und das Identitäts-Management für Unix- und Linux-Plattformen in das Microsoft Active Directory integrieren sowie ergänzend dazu Gruppenrichtlinien auf diese Plattformen anwenden. Mit dem Produkt "Vintela Single Sign-on für Java" ist eine einheitliche Anmeldung auch für Umgebungen auf der Basis der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) über das Ac-tive Directory möglich. Produkte wie die "Vintela Management Extensions" und "Vintela Integrated System Monitoring" erweitern zudem die Funktionen des "Microsoft System Management Server 2003" und "Microsoft Operations Manager 2005" auf Unix, Linux und Mac.

Laut Quest-Management hatte sie Microsoft schon länger dazu gedrängt, enger mit Vintela zu kooperieren oder gleich zu kaufen. Schließlich hatten sich die Redmonder selbst mit mehreren Millionen Dollar beteiligt, da Vintela ein wichtiger Partner in der Cross-Plattform-Strategie Microsofts ist. Für Quest ist es bereits die dritte Übernahme in drei Monaten. So war im März der Anbieter von Migrations-Tools für "Microsoft Exchange" Wingra Technologies für eine unbekannte Summe gekauft worden. Im April wechselte Imceda Software, ein Hersteller von Werkzeugen zur Verwaltung der Microsoft-Datenbank "SQL Server", für 61 Millionen Dollar den Besitzer. (as)