"Gimbal"

Qualcomm liefert Context-Awareness für Android und iOS

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Qualcomm Labs hat "Gimbal" vorgestellt, eine "Context-Awareness-Plattform" für Android und iOS.

Vereinfach gesagt soll Gimbal dazu dienen, Smartphone-Nutzern abhängig von Ort und Zeit die Informationen zu liefern, die sie gerade wirklich brauchen - ähnlich dem auf der I/O 2012 angekündigten "Google Now" in Android 4.1 "Jelly Bean", aber um einiges mächtiger. Gimbal "spricht" mit allen Sensoren eines Smartphones und versucht die ausgelesenen Daten zum Nutzen des Nutzers auszuwerten.

Der amerikanische Technikguru Robert Scoble geht in seiner Euphorie gleich so weit, Gimbal als "die Zukunft des Mobiltelefons" zu titulieren. Und übt auch gleich einige Kritik an Apple. Apple gibt seinen Entwicklern - und damit auch Gimbal, falls sie es benutzen wollen - nämlich keinen Zugriff auf die Bluetooth- und Wi-Fi-Radios. Was iOS-Developer in der neuen kontextuellen Welt benachteilige.

Scoble bringt außerdem noch die gar nicht so steile These aufs Tapet, dass Facebook und Amazon (beide werkeln ja gerüchtehalber an eigenen Smartphones) eigentlich nichts weiter tun müssten, als ihre Geräte context-aware zu machen, um den Markt ordentlich aufzumischen. Wer das iPhone angreifen wolle, der dürfe mit seiner Hardware nicht bloß gleichziehen, sondern müsse selbst etwas in petto haben, um Apple aus dem Weg zu räumen.