Open Source Virtualisierung

Proxmox VE 2.0: Kostenlose Virtualisierung

Matthias ist das neueste Mitglied der COMPUTERWOCHE-Redaktion und schwerpunktmäßig der Print-Ausgabe zugeordnet. Dort verantwortet der studierte Journalist die News im Ressort Produkte & Praxis. Weiter schreibt er querbeet über Software, mobile Lösungen, Endgeräte, Strategien und was sonst noch die IT-Welt bewegt.
Proxmox hat seine Open-Source-Virtualisierungslösung "Virtual Environment" in Version 2.0 veröffentlicht.

Proxmox VE 2.0 steht komplett unter der GNU GPLv2 und positioniert sich als eine Art Open-Source-Variante von VMwares ESX-Server. Da als reines Server-Betriebssystem gedacht, gibt es lediglich eine 64-Bit-Variante. Die CPU muss Intel VT oder AMD-V unterstützen.

Foto: Proxmox

Für den Produktiveinsatz empfiehlt Proxmox mindestens 8 GB RAM, ein RAID mit schnellen Festplatten und einen durch Batterien geschützen Schreib-Cache (BBU). Das GUI wurde in Version 2.0 komplett überarbeitet und basiert nun auf dem Javascript-Framework Ext JS4. Die grafische Schnittstelle ist nach Angaben des Herstellers in der Lage, mit hunderten, wenn nicht tausenden virtuellen Maschinen fertig zu werden. Proxmox VE 2.0 unterstützt neben Linux-Derivaten auch die Microsoft-Betriebssysteme Windows 7, Vista, XP, 2000 und Windows Server 2003 bis 2008 R2.

Proxmox VE ist laut unserer Schwesterpublikation "TecChannel" für Rechenzentrums-Administratoren auf jeden Fall eine Überlegung wert. Auch wenn die Administrationsoberfläche sehr übersichtlich ist, dürfte Neulingen ein Blick in die Dokumentation an der einen oder anderen Stelle helfen. Proxmox VE 2.0 steht ab sofort zum Download bereit.