Android N

Preview-Programm könnte auf Nicht-Nexus-Geräte ausgeweitet werden

07.04.2016
Ohne Vorankündigung hat Google vor einigen Wochen das Preview-Programm für Android N gestartet, wie gehabt lässt sich die Vorschauversion nur auf Geräten aus der Nexus-Familie installieren. Doch das könnte sich bald ändern, möglicherweise kommen auch Smartphones und Tablets anderer Hersteller in den Genuss der Google-Version.
Möglicherweise können bald auch Besitzer von Nicht-Nexus-Geräte am Beta-Test von Android N teilnehmen.
Möglicherweise können bald auch Besitzer von Nicht-Nexus-Geräte am Beta-Test von Android N teilnehmen.
Foto: Google

Beim Stöbern im Quellcode auf Googles Übersichtsseite zur Developer Preview von Android N ist ein Reddit-Nutzer auf ein interessantes Detail gestoßen: Ausgeklammert und damit nicht für Besucher der Webseite einsehbar steht dort als Neuerung der Vorschauversion, dass diese mehr Geräte unterstützen soll, auch solche von "OEM-Partnern". Gemeint sind damit Smartphones, die nicht in Googles eigene Nexus-Linie eingegliedert sind, sondern von anderen Herstellern herausgebracht werden. Auf welche Version dieser Hinweis genau Bezug nimmt - aktuell ist noch der erste Release aus dem März - und wie lange er bereits im Quellcode der Seite vorzufinden ist, ist nicht bekannt.

Mit dieser noch nicht öffentlich kundgetanen Angabe könnte Google nun die Ausweitung des Preview-Programms auf Geräte von Drittherstellern wie Samsung, HTC und LG meinen, die nicht zur Nexus-Familie zählen. Der genaue Hintergrund bleibt jedoch unklar. Auch wie die Umsetzung erfolgt und an welche Voraussetzungen die Installation einer Google-eigenen Android-Version und der damit verbundene Austausch einer vom Hersteller angepassten Version gebunden ist, wird nicht weiter aufgeschlüsselt. Sofern Google die Vorschauversion auch für Geräte anderer Hersteller freigeben sollte, wäre dort für die Installation wohl ein entsperrter Bootloader vonnöten - es sei denn, das Unternehmen bietet eine Art Sandbox-Betrieb für Android N an.

"More supported devices, including devices from OEM partners" verspricht eine ausgeklammerte Passage auf der Preview-Seite.
"More supported devices, including devices from OEM partners" verspricht eine ausgeklammerte Passage auf der Preview-Seite.
Foto: Screenshot/Google

Offen bleibt auch die Frage danach, was andere Hersteller von einem solchem Vorgehen, das womöglich gar über die Preview-Phase hinausgeht, halten würden. Die eigenen Launcher sowie die Software-Features von Samsung & Co. sollen immerhin die eigenen von den Geräten anderer Hersteller abheben und wären nach der Installation einer von Google herausgegebenen Android-Version - auch zum Nachteil des Verbrauchers - nicht mehr nutzbar. Hingegen könnten Unternehmen wie Motorola, die von sich aus auf das rohe Android und in den Play Store ausgelagerte Apps und Dienste setzen, von einem solchen Schritt profitieren.

Der Zeitplan für Android N

Bis sich Google zu diesem Thema äußert, bleibt also viel Raum für Spekulationen. Bis dato und auf absehbare Zeit ist die Developer Preview Android N nur für Nexus-Geräte verfügbar. Das Unternehmen hat angekündigt, alle vier bis sechs Wochen ein Over-the-Air-Update für die Vorschauversion bereitstellen zu wollen. Die neuen Schnittstellen und das SDK sollen im Juni fertig gestellt werden, die Eingliederung des fertigen Codes in das AOSP und die Auslieferung an die Hersteller soll im dritten Quartal erfolgen. Mit der Vorstellung weiterer Neuerungen in Android N ist auf der I/O 2016 zu rechnen, die <a href="http://www.areamobile.de/news/36071-android-n-google-gibt-termin-fuer-io-2016-bekannt">Ende Mai</a> stattfindet.

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