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Power5 kommt: Was passiert mit IBMs Server-Linien?

16.03.2004

Das wie üblich gut informierte "Computergram" weiß zu berichten, dass IBM am 31. März die nächste Generation seiner in den eServer p- und iSeries verbauten "Power"-Prozessoren vorstellen wird. Diesbezüglich spekuliert Autor Timothy Prickett Morgan über die Zukunft von IBMs Server-Linien und deren Benamung nach der Einführung des Power5.

Aus seiner Sicht wäre die Zeit reif für eine (seit über drei Jahren kolportierte) Konsolidierung der p- und iSeries in einer gemeinsamen Hardwareplattform. Eine solche Maschine könnte IBM sehr gut "eServer DataCenter" nennen - der Name würde auch gleich noch für die mittelfristige Zukunft taugen, wenn IBM nämlich vermutlich mit der "Power6"-Generation auch die Mainframes noch mit konsolidiert.

Ein schönes Namenssystem hat sich der gute Timothy auch gleich noch einfallen lassen: Big Blue sollte aus seiner Sicht die "Squadron"-Server unter OS/400 als "DataCenter 400" bezeichnen, die AIX-Varianten mit "600" und die Linux-Ausführungen mit "300". Eine Maschine konfiguriert für den Mischbetrieb aller drei Systeme - gegen deftigen Aufpreis - sollte laut Prickett Morgan einen eigenen Hunderter bekommen (500 am besten?), und die 900 bliebe gleich frei für die spätere zSeries-Konsolidierung.

Die nächste Stelle schlägt der Experte für die Prozessorgeneration vor, und die letzte für eine Zweierpotenz, die die Zahl aktiver CPUs angibt. Beispiel: Eine Vier-CPU-Maschine mit OS/400 wäre dann ein "eServer DataCenter 452", ein 64-Wege-Server mit AIX ein "DataCenter 656". So ließe sich jeder Server von einer Zwei- bis 512-Wege-Maschine abbilden bis hin zur neunten Power-Generation, die vermutlich 2012 debütieren und bis 2014 - also in Jahren ab heute - laufen würde.

Das würde laut Prickett Morgan viel mehr aussagen als "iSeries 870" oder "pSeries 690" und "all die Myriaden dummer Namen, die IBM seit der sehr schönen Bezeichnung System/360 aus dem Jahr 1964 ausgespuckt hat". Die nämlich stand für "360 Grad Abdeckung" vom kleinen bis zum großen Anwender mit einer einzigen Architektur. Danach seien über vier Jahrzehnte hinweg jede Menge unsinnige Bezeichnungen gefolgt. Der "Computerwire"-Mann hat davon die Nase voll und findet sein neues System viel schöner. Wir auch. (tc)