Palo zähmt das Excel-Monster

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Die in Freiburg ansässige Firma Jedox hat mit "Palo" eine kostenlose Software entwickelt, die einige Defizite von Microsoft Excel beseitigt. Das Produkt erlaubt es, umfängliche Excel-Arbeitsmappen in einer Datenbank zu speichern.

Jedox nutzt hierzu die multidimensionale Open-Source-Datenbank, die auf der Molap-Technologie basiert. Die Eigenschaften dieses Datenspeichers gestatten es, Excel-Informationen in Cubes abzulegen. Auf diese Weise können verschachtelte Tabellenstrukturen, die in Excel kaum noch handhabbar sind, in bis zu 256 Dimensionen strukturiert werden.

Sobald die Excel-Daten in Palo vorliegen, haben Anwender über ihr Excel-Programm Zugriff darauf. Hierzu müssen sie auf dem lokalen PC den Palo-Client aufspielen, der sich als Add-in in die Menüstruktur der Microsoft-Software einklinkt (Menüpunkt "Palo"). Jedox hat eigenen Angaben zufolge komplett auf "Visual Basic" verzichtet und die Funktionen durchgängig mit Excel-Kommandos realisiert.

Der Palo Server mit der Datenbank läuft unter Windows und künftig auch unter Linux. Auf den Windows-Clients ist das .NET Framework 1.1 erforderlich. Das Produkt unterstützt Excel ab Version 2000 und verfügt über C- und .NET-Schnittstellen. PHP ist in Arbeit.

Jedox hat den Code unter GPL-Lizenz gestellt. Für die Verwendung in kommerziellen Produkten gibt es eine spezielle Lizenzvereinbarung. Die Software an sich kostet nichts. Jedox bietet optionalen Support für Einzelinstallationen wie auch für Firmennetze gegen Gebühr an.

Der Hersteller stellt auf der Website neben der Software auch einen "Evaluation Guide" und mit "MIS Cockpit" eine Beispielanwendung zur Verfügung. Das Cockpit präsentiert Vertriebsinformationen und stützt sich auf Spieldaten, die der Anwender in Form einer Excel-Datei erhält.

CW-Fazit

Wer mit großen Excel-Arbeitsmappen kämpft, dem steht mit Palo ein leistungsfähiger und kostenloser Datenspeicher zur Verfügung.