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Palmisano wird IBM-Alleinherrscher

30.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Verwaltungsrat von IBM hat President und CEO (Chief Executive Officer) Samuel Palmisano mit Wirkung zum ersten Januar kommenden Jahres zusätzlich zum Chairman of the Board ernannt. Auch auf diesem Posten wird Palmisano damit Nachfolger von Lou Gerstner, der Ende des Jahres endgültig in den Ruhestand tritt. Der 51-jährige Manager übernahm das CEO-Amt im März dieses Jahres und führte den IT-Konzern seither unter anderem durch die Übernahme von PriceWaterhouse Consulting, die Ausgliederung des defizitären Festplattengeschäfts in ein Joint Venture mit Hitachi, die Neuordnung der Microelectronics-Sparte sowie das Outsourcing der PC-Fertigung geführt.

Palmisano arbeitet seit 1973 bei IBM und kennt praktisch alle Konzernbereiche aus eigener Erfahrung. Heute wird der Konzernlenker vor Kunden, Analysten und der Presse in New York seine erste große strategische Rede halten und darin laut "Wall Street Journal" IBMs Vision von der Zukunft des Computing darlegen. Unter anderem soll es um "E-Business on demand" und ein "On-demand operating environment" gehen - IBM wird sich hier nach Einschätzung von Branchenkennern als "IT-Versorger" positionieren, der Anwenderunternehmen Informationstechnologie als Dienstleistung anbietet. (tc)