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Oracle rechnet mit weiteren Einbußen

12.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Datenbankriese Oracle hat seine düsteren Prognosen vom vergangenen Monat bekräftigt (Computerwoche online berichtete). Finanzchef Jeff Henley erklärte, dass er im laufenden ersten Quartal mit Umsatzeinbußen im Lizenzgeschäft von bis zu 25 Prozent rechne. Henley geht inzwischen davon aus, dass die schwache Nachfrage nach Business-Software noch mindestens sechs weitere Monate anhält. "Ich glaube nicht, dass sich die Situation nennenswert verbessern wird", erklärte der Manager gegenüber Wall-Street-Analysten. Es sei sogar anzunehmen, dass sich die Unternehmen im ersten Quartal noch stärker mit Investitionen zurückhielten als bisher.

Unterdessen hat CEO (Chief Executive Officer) Larry Ellison Gerüchte dementiert, denen zufolge er eine Reihe von Top-Managern, die den Konzern in den vergangenen Monaten verlassen haben, von außen ersetzen wolle. Oracle verfüge über einen ganzen Pool an hoch qualifizierten Führungskräften, so der Firmenchef. Zudem wolle er künftig lieber mehrere Top-Manager hinter sich haben als eine einzige "Nummer zwei", wie sie der ehemalige Chief Operating Officer (COO) Ray Lane verkörpert hatte. (sp)