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Oracle kündigt Applikations-Server für kleinere Installationen an

13.08.2004

Mit dem "Oracle Application Server, Standard Edition One" will Oracle neuerlich einen Java-Server auf den Markt bringen, der speziell eine mittelständische Klientel und kleine Projekte ansprechen soll. Das Angebot ist für Anfang September angekündigt und umfasst neben dem Applikations-Server auch einen Web-Server und einen Portal-Server. Laut Thomas Kurian, Senior Vice President der Application Server Group, werde die Lizenz um die 5000 pro CPU kosten und prinzipiell eine unbegrenzten Benutzerzahl erlauben. Es könnten allerdings nur maximal nur zwei Server-Instanzen verwendet werden. Zu technischen Unterschieden zum restlichen Portfolio äußerte der Manager sich nicht.

Die Standard Edition sei laut Kurian Teil der Oracle-Strategie, Kunden mehr Lizenzoptionen zu bieten. Insbesondere kleinere Unternehmen suchten nach erschwinglichen Angeboten. Diese Einsicht ist allerdings nicht neu. Schon im März letzten Jahres hatte der Datenbanker mit dem "Oracle9i Application Server, Java Edition" eine Angebot zum gleichen Preis geschnürt, dass kleinere Projekte und den Mittelstand adressieren sollte. Eine damalige funktionsreichere "Standard Edition" kostete 10 000 Dollar pro CPU.

Auch steht Oracle mit seiner Strategie nicht allein im Markt. Vielmehr haben eine Reihe von Anbieter ihre Preise gesenkt oder spezielle Versionen für Entwickler und kleine Installationen vorgestellt. So künftige IBM bereits vor beinah zwei Jahren eine abgepeckte "Express"-Version ihres "Websphere"-Servers an, die ausdrücklich für den Mittelstand geeignet sein soll. Bea System spricht zwar seit längerem von einer Mittelstandsstrategie und einem entsprechend zugeschnittenen "Weblogic"-Server. Erschienen ist bisher nur der "Weblogic Workgroup Server", der den Einsatz auf maximal 20 Benutzer beschränkt sowie "Weblogic Express", der 495 Dollar pro Prozessor kostet, aber in erster Linie nur ein Servlet-Container ist. Noch radikaler war Sun Microsystems vorgegangen, dass mittlerweile sein komplettes Infrastrukturportfolio an Java-Technik, inklusive Applikations-Server, für eine Gebühr von 100 Dollar pro User anbietet. (as)