Security in der Wolke

OpSource sichert Cloud-Computing-Dienste ab

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Ähnlich wie Amazon präsentiert der US-Anbieter OpSource einen Service für eine Virtual Private Cloud.

In der Diskussion um das Für und Wider von Cloud Computing spielt das Thema Security eine Schlüsselrolle. Vor diesem Hintergrund präsentiert die kalifornische Softwareschmiede OpSource einen Infrastruktur-Service, der sowohl die Sicherheits- als auch die Management-Anforderungen von Unternehmen mit Cloud-Computing-Installationen bedienen soll. Mit dem "OpSource Cloud" getauften Service lasse sich eine dedizierte Virtual Private Cloud aufsetzen, lautet das Versprechen. Anwender könnten dabei genau festlegen, wie die Cloud-Ressourcen auf das öffentliche Internet zugreifen. Über ein Virtual Private Network (VPN) lasse sich die private Cloud mit den internen IT-Ressourcen von Unternehmenskunden verbinden. "Sie erhalten ein wirklich privates Ethernet Netzwerk", wirbt OpSource-CEO Treb Ryan für das Angebot: "Nur Sie können darauf zugreifen. Es hat keinen Berührungspunkt zum öffentlichen Internet. Niemand außer dem Kunden kann dieses Netz sehen."

Der Cloud-Pionier Amazon hatte erst vergangene Woche ein ganz ähnliches Angebot vorgestellt. Mit der "Virtual Private Cloud" sollen Kunden erstmals die Möglichkeit erhalten, EC2-Server aus Amazons AWS-Cloud in das eigene Firmennetz einzubinden. OpSource bietet eigenen Angaben zufolge einige Features, die über vergleichbare Dienste hinausgehen. So ließen sich mit OpSource Cloud etwa rollenbasierte Budgetierungs-Systeme und diverse Verwaltungsmechanismen auch auf Abteilungsebene einrichten. Mit solchen feingranularen Kontrollen könnten IT-Manager verhindern, die Kontrolle über ihre Cloud-Kosten zu verlieren. "Ein Benutzer könnte beispielsweise einfach große Mengen an IT-Kapazität einkaufen", erläutert Ryan das Problem." Der verantwortliche IT-Manager stände dann womöglich mit einer Rechnung von 70 000 Dollar dar und wüsste gar nicht, wer die Kosten verursacht hat.

Neben solchen Optionen will OpSource Kunden auch mit einem "100-Prozent-SLA" (Service Level Agreement) für den Service locken. Ryan räumt allerdings ein, dass sich dieses Versprechen wohl nicht vollständig einlösen lassen werde. Vielmehr gehe es darum, Kunden einen finanziellen Ausgleich anzubieten, sollte der Cloud-Service tatsächlich in die Knie gehen.

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