United Internet Ventures und Lamberti

Open-Xchange bekommt weitere 15 Millionen Euro

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United Internet Ventures, Hermann-Josef Lamberti und weitere Altaktionäre investieren 15 Millionen Euro in den Nürnberger Software-Hersteller Open-Xchange.
Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange, will vom Cloud-Boom profitieren.
Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange, will vom Cloud-Boom profitieren.
Foto: Open-Xchange

Mit den frischen Mitteln sollen einer Mitteilung zufolge vor allem die Produktentwicklung, der Ausbau der Services und die Internationalisierung von Open-Xchange weiter vorangetrieben werden. Die Nürnberger Company konnte nach eigenen Angaben Umsatz und Nutzerzahl in den vergangenen drei Jahren um jeweils 50 Prozent steigern. Aktuell ist die Software von Open-Xchange bei über 80 Millionen Anwendern im Einsatz, die sie von mehr als 80 Hosting- und Telekommunikationsanbietern rund um den Globus als SaaS (Software-as-a-Service) beziehen.

Mit der "OX App Suite" hat Open-Xchange zu Beginn des Jahres einen browser-basierenden Desktop angekündigt. Die Lösung enthält Apps für die Bearbeitung von E-Mails, Kontakten und Terminen, die sich Echtzeit um Informationen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn, Xing und Twitter ergänzen lassen. Die OX App Suite kann überdies Bilder, Audio-, Video- und Office-Dateien zentral speichern und verwalten; über flankierende Mobility-Lösungen stehen alle Informationen auch auf Tablets und Smartphones zur Verfügung.

Aktuell entwickelt Open-Xchange mit "OX Documents" eine eigene Cloud-Office-Software. Darum kümmern sich 15 Mitglieder des ehemaligen OpenOffice-Teams in Hamburg, die seit gut einem Jahr zur OX- Entwicklungsmannschaft gehören.

"Mit United Internet Ventures haben wir einen langfristig orientierten Investor gewonnen, der unser Unternehmen bereits aus der langjährigen Partnerschaft mit 1&1 Internet sehr genau kennt", kommentiert Open-Xchange-Chef Rafael Laguna. "In den kommenden Jahren erwarten wir eine dramatische Verlagerung von Daten und Applikationen in die Rechenzentren der Cloud-Anbieter. Open-Xchange hat hier eine hervorragende Ausganssituation, um sich als führender Anbieter von Applikationssoftware für die Cloud zu behaupten."

Oliver Mauss von United Internet Ventures und Hermann-Josef Lamberti ziehen im Zuge des Investments in den den Aufsichtsrat von Open-Xchange ein. Dort sitzen bereits Paul-Josef Patt von eCapital sowie die Business-Angels Richard Seibt und Bernhard Woebker.