Test

Notebook im Test: Toshiba Tecra A9

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Toshiba Tecra A9 ist auf Firmenkunden zugeschnitten, die aktuelle Notebook-Technik in einer mobilen Arbeitsmaschine fordern.

Verarbeitung: Das Toshiba Tecra A9 besitzt das typische Design mobiler Arbeitsmaschinen für Firmenkunden – mattsilbernes Gehäuse und passender Displaydeckel. Die Verarbeitung war sehr stabil, nur beim Anheben knarzte das Gehäuse links vorne merklich. Weiteres kleines Manko: Die Blende oberhalb der Tastatur war bei unserem Testgerät sehr klapprig. Zum Schutz der Festplatte vor Schäden besitzt das Toshiba Tecra A9 einen Bewegungssensor: Bei zu großen Erschütterungen fährt das Notebook die Schreib-/Leseköpfe der Platte in eine sichere Parkposition.

Tempo: Toshiba setzt im Tecra A9 mit dem Core 2 Duo T7100 die langsamste Santa-Rosa-CPU ein – der Doppelkern-Prozessor liefert aber trotzdem mehr als ausreichendes Tempo für alle Anwendungen, die anders als beispielsweise Videobearbeitung oder 3D-Spiele nicht allerhöchste Rechenleistung benötigen. Trotz des verbesserten Grafikkerns im Chipsatz GM965 ist das Toshiba Tecra A9 kaum spieletauglich.

Ausstattung: Das Toshiba Tecra A9 hat alles, was Firmenkunden glücklich macht - TPM, Fingerprint-Scanner, Docking-Anschluss und eine serielle Schnittstelle – aber nicht mehr: So fehlen beispielsweise Firewire-Port und TV-Ausgang. Die Schnittstellen sind vernünftig am Gehäuse verteilt – VGA und LAN finden sich auf der Rückseite, die USB-Ports gut zugänglich links und rechts. Das Toshiba Tecra A9 verfügt nur über 1 GB RAM, dessen Riegel die zwei Steckplätze besetzen. Die Kommunikations-Ausstattung fällt mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN sowie Bluetooth vorbildlich aus.

Mobilität: Im Test war die Akkulaufzeit des Toshiba Tecra A9 ordentlich – es lief über 3,5 Stunden ohne Netzstrom und verbrauchte dabei knapp über 15 Watt. Mit einem Gewicht von 2,88 Kilogramm fällt es allerdings nicht sehr portabel aus, ist aber leicht genug, um gelegentlich mobil zu nutzen.

Ergonomie: Text- und Bilddarstellung wirken beim Toshiba Tecra A9 sehr homogen, dank der gleichmäßig verteilten Displayhelligkeit. Der Kontrast könnte bei einem Arbeits-Notebook aber besser ausfallen. Vor allem in horizontaler Blickrichtung bietet das Tecra A9 einen sehr weiten stabilen Blickwinkel, sodass man auch Kollegen oder Kunden vor dem Bildschirm versammeln darf. Der Lüfter war häufig in Betrieb, aber selbst unter voller Last fast unhörbar leise.

Handhabung: Büroarbeitern kommt die stabile Tastatur mit ihrem deutlichen Tasten-Druckpunkt sehr entgegen. Allerdings war sie uns beim schnellen Tippen zu laut. Statt des glatten Touchpad sollte man lieber den präzisen Trackpoint zur Maussteuerung nutzen.

Fazit: Solides Arbeitstier für den Firmeneinsatz, das im Test kaum Schwächen, aber auch wenig Herausragendes zeigte.