Nokia: OpenSource ganz offiziell

04.11.2005
Wer OpenSource-Software als Grundlage für eigene Produkte einsetzt, muss sich stets darüber im Klaren sein, dass der offene und frei entwickelte Code vielfältigen, teilweise extrem undurchsichtigen Lizenzbestimmungen unterliegt, die den Nutzer - z.B. im Falle der GPL - dazu auffordern, seine Änderungen und Erweiterungen am Quellcode wieder offen der Community zur Verfügung zu stellen...

Wer OpenSource-Software als Grundlage für eigene Produkte einsetzt, muss sich stets darüber im Klaren sein, dass der offene und frei entwickelte Code vielfältigen, teilweise extrem undurchsichtigen Lizenzbestimmungen unterliegt, die den Nutzer - z.B. im Falle der GPL - dazu auffordern, seine Änderungen und Erweiterungen am Quellcode wieder offen der Community zur Verfügung zu stellen. Nachdem Nokia ankündigte, sein S60-System mit einem Browser auszurüsten, der auf OpenSource-Software basiert, war es also nur eine Frage der Zeit, bis der finnische Konzern auch den Quellcode veröffentlicht.

Auf einer eigens hierfür eingerichteten Website bekommt der interessierte Entwickler eine Übersicht über die Projekte, die Nokia mit Hilfe von Open Source-Software entwickelt. Neben den Weiterentwicklungen von KHTML und Apples Safari WebKit im Rahmen des S60-Browsers gibts eine API für das für Push-To-Talk- und VoIP-Anwendungen wichtige SIP-Protokoll, ein Framework für XPath Selektoren und einen NNTP-Client für Mobiltelefone unter der Projektbezeichnung MobileNews. Weiterhin stehen zwei Infrastruktur-Tools für die Entwicklung von semantischen Webinhalten zur Verfügung: Wilbur ist ein in in Common Lisp verfasstes Toolkit, SWS-URIQA eine agentenbasierte Infrastruktur zum Aufbau von kontextsensitiven semantischen Websites, wie sie Nokia beispielsweise bei seiner Corporate Site nutzt.

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