DSLR mit Klappdisplay

Nikon D5000 im Test

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
Die Besonderheit bei der Nikon D5000 ist ein Display, das sich nach unten wegklappen und drehen lässt. Auch die restliche Ausstattung der DSLR-Kamera wartet mit Features aus dem High-End-Bereich auf.

Testbericht

Die Nikon D5000 ist zwischen der D60 und der D90 angesiedelt. Allerdings geht die D500 mehr in Richtung Einsteigermodell. Das hält die DSLR jedoch nicht davon ab, mit Merkmalen aufzuwarten, die normalerweise von den "großen" Spiegelreflexmodellen zu erwarten sind. Mit dabei sind Staubschutz per Tiefpassfilter, GPS-Unterstützung und HD-Videofunktion.

Ausstattung: Die große Neuerung bei dieser DSLR ist jedoch das Display, das sich nach unten wegklappen und um 270 Grad drehen lässt. Damit lassen sich Fotos aus schwierigen Positionen heraus leichter herstellen. Wie von Nikon gewohnt, beginnt auch bei der D5000 der Empfindlichkeitsbereich erst bei ISO 200. Dafür bietet die DSLR nicht nur die üblichen Optionen ISO 400, 800, 1600 etc., sondern ermöglicht viele Zwischenstufen wie ISO 250, 320, 500, 640 und 1250. Im Live-View-Modus, der sich über einen separaten Knopf aktivieren lässt, setzt die D5000 einen Kontrast-Autofokus ein.

Videos sind mit bis zu 1280 x 720 Pixeln möglich und lassen sich per HDMI an einen HD-fähigen Fernseher übertragen. Kleine Einschränkung: Im Videomodus müssen Sie manuell fokussieren. Das Nikon-Modell bietet auch die Möglichkeit, einen GPS-Empfänger anzuschließen.

Handhabung: Über die "i"-Taste rufen Sie alle wichtigen Bildparameter auf. In diesem Zusammenhang hat uns besonders gut gefallen, dass Nikon die verwirrende Eigenheit der D90 nicht übernommen hat, den zuletzt geänderten Menüpunkt immer ganz oben anzuzeigen. Stattdessen sind bei der D5000 die "Letzten Einstellungen" in einem eigenen, gleichnamigen Menüpunkt aufgelistet.

Bildqualität:

Auch wenn der mittlere Wirkungsgrad "nur" befriedigend ist - die Nikon D5000 produzierte in allen drei Messbereichen eine relativ gleichmäßige Auflösung, die zum Bildrand hin nur wenig nachließ. Besonders lobenswert war jedoch ihr Rauschverhalten. Denn sogar bei ISO 3200, der höchstmöglichen Einstellung, war der Messwert noch gut. Gleiches gilt für den Dynamikumfang: Die Eingangsdynamik war sehr hoch. Das bedeutet, dass selbst bei besonders kontrastreichen Motiven Lichter und Schatten nicht absaufen. Die ebenfalls hohe Ausgangsdynamik besagt, dass die D5000 zwischen den hellen und den dunklen Bildbereichen viele Helligkeitsstufen darstellen kann. Einziger Kritikpunkt der Bildqualität: Das Kit-Objektiv 18-55 VR verlor zum Bildrand hin deutlich an Helligkeit, bei kurzer Brennweite waren es sogar 0,9 Blenden.

Fazit: Nikons Einsteiger-DSLR schließt die Lücke zwischen der D60 und D90 gut. Ihre Bildqualität konnte uns größtenteils überzeugen, die Ausstattung erinnert in manchen Dingen an die großen Schwestern D300 und D3.

Alternativen: Die Nikon D60 kostet gut 400 Euro weniger und ist darum natürlich auch schlechter ausgestattet als die D5000. Beispielsweise ist ihr Display kleiner und auch bei den manuellen Einstellungen müssen Sie auf einiges verzichten. Dafür hatte die 10-Megapixel-DSLR die etwas bessere Bildqualität.

Varianten:
Nikon D5000 (Body)
Nikon D5000 mit AF-S DX 18-55 II
Nikon D5000 mit AF-S DX 18-55 VR
Nikon D5000 mit AF-S DX 55-200 VR
Nikon D5000 mit AF-S DX 18-55 VR + AF-S DX 55-200 VR
Nikon D5000 mit AF-S DX 18-105 VR
Nikon D5000 mit AF-S DX 18-105G VR + AF-S DX 70-300 VR

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (pah)