Modernisierter Zollkodex

Neue Zollstudie zeigt Umsetzung

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der „Modernisierte Zollkodex“ scheint in den Unternehmen angekommen zu sein. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Steuerrecht der Universität Münster gemeinsam mit Materna, der AWA Außenwirtschafts-Akademie und der AWB Steuerberatungsgesellschaft bei 770 Firmen.

Rund 770 außenhandelsorientierte Unternehmen haben an der Studie „Zoll im Aufbruch“ teilgenommen. Die Ergebnisse liegen nun vor. Export- und importorientierte deutsche Unternehmen mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Anpassungen ihres Zoll-Managements vornehmen. Und es wird weitere Änderungen geben.

Eine Ursache hierfür ist der Modernisierte Zollkodex (MZK) der EU, der das Zollrecht rationalisieren, harmonisieren und vereinfachen soll, was zu Veränderungen an Prozessen, der Organisation und der IT-Infrastruktur in den Unternehmen führt. Der Wirtschaft sind die Auswirkungen der Neuerungen für die Prozesse der Zollabwicklung bewusst.

Bekanntheit des Modernisierten Zollkodex (MZK) in Prozent.
Bekanntheit des Modernisierten Zollkodex (MZK) in Prozent.

48 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der Modernisierte Zollkodex ein Begriff ist, weitere 45 Prozent sagten „in Grundzügen“. Nur sieben Prozent der Befragten kannten den MZK nicht. Allerdings sind den Befragten nicht alle Details, die die zollrechtlichen Veränderungen in den Unternehmensprozessen mit sich bringen werden, schon bekannt.

Eine besonders große Bedeutung besitzt der im Modernisierten Zollkodex verankerte Grundsatz des elektronischen Datenaustausches: Für 86 Prozent der Befragten ist dieses Merkmal „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“.

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