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Napster integriert neue Filtersoftware

08.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die MP3-Tauschbörse Napster hat eine neues Filtersystem installiert, um die Verteilung kopiergeschützter Songs über ihre Server zu unterbinden. Die Software erkennt die Musikstücke nicht nur an ihren Namen, sondern auch an den jeweiligen Klangcharakteristiken. Napsters bisheriges Filtersystem hatte sich als lückenhaft erwiesen. Die Benutzer der Tauschbörse konnten die Namen der gesuchten Titel leicht variieren und somit die Sperre überlisten.

Vergangene Woche hatte die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Tauschbörse künftig Microsofts Windows Media Technologie (WMT) verwenden will, um das unerlaubte Kopieren der Lieder zu verhindern (Computerwoche online berichtete). Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge hat die Gates-Company nun Gerüchte um eine mögliche Allianz mit dem Musikdienst dementiert. "Microsoft will sich nicht bei Napster einkaufen", sagte am Montag ein Unternehmenssprecher.