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Mozilla friert All-in-one-Client ein

14.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Mozilla Foundation wird keine neuen Features mehr für ihre integrierten Internet-Client (auch bekannt als "Seamonkey") entwickeln und auch keine endgültige Version 1.8 mehr veröffentlichen. Dies geht aus einem Ende vergangener Woche veröffentlichten Schreiben hervor. Entwickler-Unterstützung für das aktuelle Release 1.7 soll es aber weiterhin geben.

Wie bereits im Jahr 2003 angekündigt, fokussiert sich Mozilla inzwischen auf seine schlankeren Standalone-Anwendungen "Firefox" (Webbrowser) und "Thunderbird" (E-Mail/Newsreader). "Würden wir [Seamonkey] 1.8 ausliefern, dann müssten wir diesen auch noch supporten, und wir können einfach nicht derartig viele Versionen und zusätzlich die Firefox- und Thunderbird-Releases supporten", heißt es bei dem Open-Source-Projekt.

Firefox und Thunderbird sind mit inzwischen über 27 und vier Millionen Downloads seit Erscheinen überraschend erfolgreich (auch wenn sich das Wachstum zuletzt verlangsamte) - so erfolgreich, dass inzwischen sogar Microsoft reagiert und unerwartet angekündigt hat, es werde unabhängig von und zeitlich vor dem nächsten Windows "Longhorn" den neuen "Internet Explorer 7" herausbringen. Der aktuelle IE 6 war seit Jahren nicht mehr verbessert worden und lässt inzwischen anderswo längst gängige Features wie Tabbed Browsing oder Unterstützung von PNG-Bildern und neueren W3C-Standards vermissen. (tc)