Motorolas Handy-Geschäft verfehlt die Erwartungen

05.01.2007
Das umsatzträchtigste Quartal des Jahres ist vorüber, doch Motorola zeigt sich wenig erfreut. Der US-Hersteller konnte seine Erwartungen nicht erfüllen. Schuld ist vor allem das Handy-Geschäft, welches aufgrund einer geringen Produktvielfalt weit unter den Vorgaben der Konzernführung blieb.

Das neue Jahr beginnt für Motorola wenig erfreulich. Wie der Hersteller mitteilte, müsse man die Erwartungen an das vierte Quartal 2006 senken - traditionell erzielen die Unternehmen der Mobilfunk-Branche gerade zur Weihnachtszeit ihre Umsatzrekorde. In den drei Monaten von Oktober bis Dezember verbuchte der US-Konzern Einnnahmen in Höhe von 11,6 bis 11,8 Milliarden US-Dollar und liegt damit knapp 300 Millionen US-Dollar unter den Erwartungen. Verantwortlich für die Entwicklung sei vor allem das Mobilfunk-Geschäft, nach Einschätzung von Vorstandschef Ed Zander habe eine ungünstige regionale Verteilung des Absatzes sowie ein schlechtes Portfolio, mit dem nicht alle Zielgruppen erreicht werden, zu den Ausfällen geführt.

Allerdings ist die Misère hausgemacht, zu lang hatte man sich auf den Erfolgen des RAZR V3 und der nur zaghaft veränderten Nachfolger des Slim-Folders ausgeruht. Dass Kunden eine Modellvielfalt à la Samsung statt des ewigen Einheitsbreies erwarten, ist kein Geheimnis und sollte von den Herstellern berücksichtigt werden. Dennoch kann sich Motorola über gesteigerte Absätze im vierten Quartal freuen: Die Verkäufe legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 48 Prozent auf 66 Millionen Einheiten zu. Im Vergleich zum dritten Quartal 2006 stieg der Absatz um 23 Prozent - hier wird also auf hohem Niveau gejammert!

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