Revolutionäres Gerät HC1

Motorola Solutions präsentiert Headset-Computer

Arnd Westerdorf ist freier Journalist in Düsseldorf.
Kommunikationsausrüster Motorola Solutions stellt mit dem freihändig bedienbaren Headset-Computer HC1 "die nächste Entwicklungsstufe des Mobile Computing" vor.
Fast so schick wie Google Glass: Motorola HC1
Fast so schick wie Google Glass: Motorola HC1
Foto: Motorola Solutions

Die deutsche Tochter von Motorola Solutions kündigt ihren "revolutionären Headset-Computer" HC1 für den professionellen Einsatz in Unternehmen an. Das Produkt bilde eine neue Kategorie von Freihand-Mobilcomputern, betont die Niederlassung im hessischen Idstein und verweist dabei auch auf die verwendete Software-Lösungen Entervise und Check-King des Motorola-Vertriebspartners Texxmo. Diese unterstützen bei einem Praxisbeispiel die Fernwartung in Echtzeit mittels Audio- und Videokommunikation und ermöglichen sprachgesteuerte Checklisten, die per Server synchronisiert und ausgewertet werden können.

Mit "Perzentil"-Faktor und 9-Achsen-Tracking

Für den Durchschnittskopf geeignet: Motorola HC1
Für den Durchschnittskopf geeignet: Motorola HC1
Foto: Motorola Solutions

Ansonsten enthält die aktuelle Ankündigung nur spärliche Informationen zur Grundausstattung des Headsets. Der Blick auf die Internetseite des Herstellers verrät mehr und auch schon seit längerer Zeit vorliegende Detailinformationen. Demnach wiegt das Headset HC1 je nach Ausstattung ab 670 Gramm und eignet sich für Benutzer mit Kopfgrößen "zwischen dem 5. Perzentil Frau und 95. Perzentil Mann". Das ist ein Perimeter in der medizinischen Statistik, die nach Rang oder Größe der Einzelwerte sortiert ist.

Das Gerät verfügt über einen 800 Megahertz schnellen OMAP Seal 3730 Prozessor von Texas Instruments, ein TFT-Mikrodisplay mit einer virtuellen Größe von 15 Zoll und einer SVGA-Bildauflösung von 800 x 600 Pixeln, Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth 2.1, Mini-USB, USB 2.0 und auf einen um bis zu 32 Gigabyte erweiterbaren MicroSD-Slot, ferner über das Betriebssystem Microsoft Windows CE 6.0 Professional, einen 3D-Grafikbeschleuniger, eine erweiterbare Spracherkennungssoftware sowie über eine 9-Achsen-Bewegungserkennung mit integriertem Digitalkompass.

Arbeiten mit Sprachsteuerung oder Kopfbewegungen

Der HC1 lässt sich auch per Kopfbewegungen steuern
Der HC1 lässt sich auch per Kopfbewegungen steuern
Foto: Motorola Solutions

Nutzer können in ihrem Sichtfeld per Sprachsteuerung oder Kopfbewegung geschäftskritische Dokumente, Videos oder Bilder abrufen sowie Daten erfassen und durch Anwendungen navigieren. Laut Hersteller eignet sich das Gerät vor allem in "Arbeitsumgebungen, in denen Laptops oder andere mobile Computer nicht verwendet werden können - wie beispielsweise im Field Service". Damit werden insbesondere Zielgruppen wie Reparaturtechniker, Arbeiter in Produktionsanlagen oder Konstruktionsleiter angesprochen.

"Der HC1 steht für einen Paradigmenwechsel im Bereich des Freihand-Mobile-Computing. Speziell entwickelt für den Einsatz im Unternehmen bietet Motorola mit dem Produkt eine einzigartige tragbare Lösung, die Mitarbeiter produktiver macht, da sie die Hände frei für die Bearbeitung ihrer Aufgaben haben", erklärt Alexander Honigmann, Technical Architect Manager bei der Motorola Solutions Germany GmbH.