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Mind-Mapping - Die Ruhe nach dem Brainstorm

03.11.2008

Mind-Mapping-Programme auch kostenlos zu haben

Auf dem Markt zu haben ist gut ein Dutzend Mind-Mapping-Programme zu Preisen zwischen 0 und 350 Euro. Bei einem Test der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't" schneiden "MindGenius 2 Business" von Gael (200 Euro), der "MindManager Pro 7" von Mindjet (300 Euro, Mac-Version 150 Euro) und "OpenMind 2 Business" von Matchware (350 Euro) am besten ab. Sie beherrschen den oft wichtigen Export als HTML-Webseiten gut, verstehen sich auch mit Office-Dokumenten und "bestechen durch elegante, nüchterne und bürotaugliche Grafik". Für Schüler, Studenten und Lehrer gibt es die Programme häufig wesentlich billiger.

"Vor der Ausgabe eines dreistelligen Betrags sollte man prüfen, ob es "FreeMind" eventuell nicht auch tut", rät jedoch die "c't". Das kostenlose Open-Source-Programm ist in der Sprache Java geschrieben und kann daher mit Windows, Mac und Linux genutzt werden. Weil Zweige und Systemschrift sich standardmäßig nur in Grau präsentieren, lohnt es sich, die Farbpalette aufzurufen und die Einstellungen zu ändern.

Mit dem Einbinden von Links hat "FreeMind" keine Probleme. Doch die Tester warnen vor dem Import zu großer Fotos: Sie lassen sich in der Mind-Map nicht mehr in ihrer Größe ändern. Zwar ist ein Export von Maps in Office-Dokumente nicht vorgesehen. Teile lassen sich aber händisch markieren, kopieren und ins Zieldokument einfügen. "Gemessen an den Preisvorstellungen einiger Hersteller stellt "FreeMind" trotz grafischer Schwächen eine gute Alternative nicht nur für den Hausgebrauch dar", lautet das abschließende Urteil.

Dass sie bei der Software zum Nulltarif auf geglättete Kanten und Projektmodule mit Kalenderfunktion und Ressourcenplanung verzichten müssen, werden die meisten Nutzer verschmerzen können. "Wenn jemand es mit "FreeMind" ausprobiert, und es klappt, soll er dabei bleiben", rät Tausch. Wer Mind-Maps fürs Brainstorming und zum Darstellen von Projekten einsetzt, kann nichts falsch machen. Aber gerade beim Lernen ist die Mind-Map eher für den "visuellen Typ" geeignet, sagt Prof. Tausch. Zwar gebe es viele Indizien, dass sich mit Mind-Maps besser lernen lasse. "Das ist aber alles nicht bewiesen." (dpa/ajf)

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