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MicroUnity verklagt Dell und Intel

29.03.2004

Die Firma MicroUnity Systems Engineering hat eine Patentrechtsklage gegen Intel und Dell angestrengt. Die Unternehmen nutzten unrechtmäßig Technologien für die Optimierung von Multimedia-Anwendungen sowie Hyperthreading-Techniken, heißt es in der Klagebegründung.

MicroUnity wurde 1988 von John Missouris gegründet, der auch am Aufbau von MIPS Computer Systems beteiligt war. Außerdem trieb er die RISC-Entwicklung (Reduced Instruction Set Computing) voran. Geplant war die Produktion von auf Multimedia-Anwendungen wie Set-Top-Boxen spezialisierten Prozessoren, die Fertigung wurde jedoch 1996 erfolglos eingestellt. Heute lebt die Firma mit acht Mitarbeitern hauptsächlich von der Lizenzvergabe für zahlreiche Multimedia-Technologien und vom Entwerfen neuer Chip-Designs.

Vor Gericht wird MicroUnity von der Anwaltskanzlei Townsend and Townsend and Crew LLP vertreten, die bereits für Intergraph bei einem Patentrechtsprozess gegen Intel tätig war und eine Schadensersatzzahlung von 150 Millionen Dollar erwirkte (Computerwoche.de berichtete). (lex)