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Microsoft tauscht Messenger gegen Firewall

29.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft wird voraussichtlich mit dem Service Pack 2 für Windows XP den zum Versenden von Systemnachrichten gedachten Dienst Windows Messenger standardmäßig abschalten. Statt dessen wird die im Betriebssystem integrierte Firewall per Default aktiviert. Entsprechende Pläne gab der Hersteller auf der Entwicklerkonferenz PDC bekannt. Außerdem soll die API (Application Programming Interface) des RPC-Protokolls (Remote Procedure Call) überarbeitet werden, um den Zugriff von außen auf lokale Ressourcen zu beschränken.

Der Messenger wird nach Einschätzung von Experten von Privatanwendern kaum und auch in Firmennetzen nur sehr selten genutzt. Sie ist jedoch ein beliebtes Ziel für Unternehmen wie 3032.com, um so genannten Pop-up-Spam zu verbreiten. Anfang der Woche wurde bekannt, dass AOL die Funktion ohne Rückfrage über einen Update-Mechanismus in der AOL-Software bei Kunden deaktiviert (Computerwoche online berichtete). (lex)