Strategische Partnerschaft

Microsoft kooperiert mit Salesforce im Cloud-Geschäft

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Im Rahmen einer weltweiten Kooperation wollen Microsoft und Salesforce ihre Produkte enger miteinander verbinden, um den Kunden mehr Produktivität zu ermöglichen. Der Deal stärkt Microsofts Kernprodukte Windows und Office, geht aber zu Lasten der hauseigenen CRM-Lösung Dynamics.
Foto: Salesforce.com

Wie die beiden Unternehmen mitteilten, können Kunden von Salesforce künftig direkt über Microsofts Betriebssysteme Windows und Windows Phone 8.1 auf die Plattform des Spezialisten für Unternehmenssoftware aus der Cloud zugreifen. Eine Vorabversion von Salesforce1 für Windows und Windows Phone 8 soll ab Herbst diesen Jahres verfügbar sein, die endgültige Version soll allerdings erst 2015 auf den Markt kommen.

Auch Office Mobile, Office for iPad und Microsofts Online-Büropaket Office 365 sollen sich künftig direkt mit der Plattform für das Kundenmanagement verbinden lassen. So soll es Nutzern möglich sein, auf Office-Inhalte innerhalb von Salesforce und auf Salesforce1 zuzugreifen, sie zu bearbeiten, mit Partnern zu teilen oder gemeinsam zu bearbeiten. Zudem wird die Option geschaffen, Salesforce-Daten mit Excel und Power BI für Office 365 zu verbinden, um die Informationen besser visualisieren und neue Einblicke gewinnen zu können.

Daneben soll es auch eine Salesforce-App für Outlook geben, weiter ist es vorgesehen, dass Salesforce-Nutzer auch Microsofts Cloud-Angebote OneDrive for Business und SharePoint Online als integrierte Speicherlösungen verwenden können.

Mit der neuen Kooperation führt Microsoft-Chef Satya Nadella die Partner-Strategie des Konzerns mit einst erbitterten Gegnern im wichtigen Cloud-Geschäft weiter fort. Auch mit Europas größtem Softwarehaus SAP und dem US-Schwergewicht Oracle arbeitet Microsoft trotz aller Rivalität zusammen.

Die Partnerschaft wirft indes Fragen über die Zukunft von Microsofts eigener CRM-Lösung Dynamics auf, die mit Salesforce konkurriert. Nichtsdestotrotz wollten Microsoft und Salesforce während einer Telefonkonferenz zu der neuen Kooperation nicht darauf eingehen. Während Nadella komplett blockte, erklärte Salesforce-CEO- und Gründer Marc Benioff, im Mittelpunkt der Partnerschaft stünden die umsatzträchtigen Kernprodukte der beiden Firmen: die CRM-Software von Salesforce sowie bei Microsoft Windows und Office.