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Microsoft erweitert Rechtsschutz und zahlt Einmaldividende

10.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat angekündigt, es werde seinen bislang nur für Kunden mit Volumenlizenzen angebotenen Rechtsschutz gegen Klagen wegen Verletzung geistigen Eigentums auf praktisch alle Anwender ausdehnen. Künftig sollen auch Nutzer, die Produkte wie das Windows Server System (mit unter anderem SQL Server und Exchange), das Office System oder das Client-Betriebssystem Windows über einen PC-Hersteller oder im Handel erworben haben, gegen Klagen abgesichert sein, die Microsoft vorwerfen, es verletze mit seiner Software Patente, Copyright, Geschäftsgeheimnis oder Handelsmarken von Wettbewerbern.

Auf seiner gestrigen Hauptversammlung segneten die Aktionäre von Microsoft außerdem die Ausschüttung einer Einmal-Dividende von drei Dollar pro Aktie (insgesamt 32 Milliarden Dollar) ab. Die Ausschüttung wird am 2. Dezember an die Aktionäre vom Stand des 17. November erfolgen. Die Dividende ist Teil eines größeren Planes, binnen vier Jahren insgesamt 75 Milliarden Dollar an die Aktionäre zu verteilen. Anleger hatten dem Konzern in der Vergangenheit häufig vorgeworfen, er horte immense Bargeldbestände, ohne die Aktionäre an seinen Gewinnen zu beteiligen. (tc)