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Microsoft bewirbt Alternative zum Enterprise Service Bus

01.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einem aktuellen White Paper kritisiert Microsoft den Hype um den Enterprise Service Bus (ESB). Etliche IT-Anbieter propagieren das Konzept derzeit als Infrastruktur für Service-orientierte Architekturen (SOA). ESB erfülle keineswegs alle Bedürfnisse der Anwender, schreibt Microsoft-Manager Scott Woodgate. "Wir glauben nicht, dass Kunden wesentlich von ESB-Produkten profitieren werden", ergänzte er gestern in einem Interview.

Woodgate, Group Product Manager in Microsofts Connected Systems Division, propagiert dagegen den hauseigenen "Biztalk Server 2004" und die geplante "Indigo"-Technik für Web Services als Lösung für die diversen IT-Integrationsprobleme in Unternehmen. Schon jetzt biete der Biztalk-Server alle Fähigkeiten eines traditionellen ESBs, heißt es in dem White Paper.

Bei Indigo, inzwischen unter dem Namen Windows Communication Foundation (WCF) beworben, handelt es sich um die nächste Generation von Microsofts Web-Services-Technik. Sie soll Bestandteil der für 2006 angekündigten Windows-Version Vista werden, aber auch für Windows XP und Windows Server 2003 nutzbar sein. (wh)