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Microfocus: Legacy goes Web-Services

01.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Cobol-Spezialist Microfocus hat auf der Web Services Web Edge 2002 Conference and Expo in San Francisco eine neue Version seiner Software "EnterpriseLink" angekündigt, die Daten aus Legacy-Anwendungen auf S/390- und AS/400-Systemen als Web-Services zur Verfügung stellt. Bisherige Versionen der Host-Connectivity-Software erzeugten HTML-Code über HTTP; das neue Release dagegen SOAP (Simple Object Access Protocol) über HTTP. Außerdem entfällt laut Vice President Mark Haynie die Notwendigkeit manueller Eingabe von Datenfeldern für den Web-Zugriff auf Legacy-Daten.

EnterpriseLink ermöglicht das Capturing von Host-Bildschirmen und -Relationships ohne Analyse von oder Änderungen am Sourcecode, die Erstellung von Web-Services-Schnittstellen zu Anwendungen per Drag-and-drop sowie den Zugriff über verschiedene Client-Typen - neben Browser auch Java-Anwendungen und PDF-Dateien. Das neue Produkt arbeitet nach Angaben von Microfocus mit Clients zusammen, die entweder mit Microsofts .Net oder mit Java-basierenden Tools entwickelt wurden und in Windows- oder Unix-Umgebungen eingesetzt werden. Eine Implementierung sei in weniger als 30 Tagen möglich, verspricht der Anbieter.

EnterpriseLink für Web-Services ist ab 1. November erhältlich und kostet zirka 450 Dollar pro Concurrent User. Laut Microfocus skaliert die Software in Produktionsumgebungen bis zu 10.000 Nutzer. (tc)