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Manugistics zeigt sich optimistisch

05.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanische SCM-Spezialist (Supply Chain Management) Manugistics meldete am Montag, dass Umsatz und Ergebnis im vierten Geschäftsquartal 2002 (Ende: 28. Februar) besser ausfallen werden als im Dezember prognostiziert. Damals hatte das Unternehmen aus Rockville, Maryland, den erwarteten Verlust vor Sondereffekten im Bereich zwischen fünf und sieben Cent pro Aktie angesiedelt, die Einnahmen sollten in Höhe von 72 bis 75 Millionen Dollar liegen (Computerwoche online berichtete). Nach Erhebungen von First Call/Thomson hatten die Analysten im Schnitt mit einem Minus von sechs Cent je Anteil und 72,6 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.

Als Grund für den optimistischen Ausblick nannte Manugistics die gestiegene Investitionsbereitschaft der Kunden und eine positive Marktentwicklung. Laut CEO Greg Owens sei man nun zuversichtlich, im nächsten Geschäftsjahr bei den Marktanteile zu wachsen und die Einnahmen zu steigern. Außerdem gab der Manugistics-Chef bekannt, dass das Zwangsurlaubsprogramm wie geplant zum 17. März beendet werde. Der SCM-Anbieter hatte Anfang Oktober nach Verlusten im zweiten Geschäftsquartal seine Mitarbeiter dazu verpflichtet, alle vier Wochen einen dreitägigen unbezahlten Urlaub zu nehmen. Als zusätzliche Personalmaßnahme wurden damals 180 Angestellten entlassen (Computerwoche online berichtete).

Nach der Bekanntgabe kletterte der Kurs der Manugistics-Aktie am Montag um 21 Prozent auf 17,60 Dollar. Von der Prognose profitierten außerdem auch andere Softwareanbieter wie I2 Technologies oder Agile. Noch am Freitag waren die Technologie-Aktien nach einer Gewinnwarnung von Oracle (Computerwoche online berichtete) unter Druck geraten. (mb)