Kleine Helfer
Mächtige Open-Source-Bibliothek für iOS-Anwendungen

Foto: Diego Wyllie
Realisiert wurde die Library von Joe Hewitt, einem renommierten Softwareentwickler aus Kalifornien, der sich in der Branche mit populären Anwendungen wie dem Firefox-Add-on "Firebug" und "Facebook for iPhone" einen Namen gemacht hat.
Jeder Screen hat eine URL
Three20 ist modular aufgebaut und besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Objective-C-Klassen, von denen viele auch ihren Weg in die Facebook-App geschafft haben. So zum Beispiel der "Launcher". Dabei handelt es sich um eine Klasse, mit der sich auf schnelle und einfache Weise ein schlichtes Startmenü implementieren lässt (siehe Screen). Besonders praktisch ist darüber hinaus das "Persistence"-Modul. Es sorgt automatisch dafür, dass die Anwendung nach einem Neustart auf den gleichen Zustand gebracht wird wie vor dem Schließen des Programms. Der Clou: Jedem einzelnen Screen in der Anwendung wird eine eindeutige URL zugeordnet. Wenn der Anwender durch die App navigiert, speichert die Klasse die Navigationshistorie auf der Festplatte. Wird die App neu gestartet, werden sämtliche Navigationsschritte im Hintergrund abgearbeitet, so dass der Anwender dann die Seite sieht, die er zuletzt besucht hat.
Reichhaltiges Funktionsspektrum
Weitere interessante Module sind unter anderem "Photo Viewer", das viele Features der Foto-App des iPhone nachbildet, sowie "Message Composer‚" für die Erstellung von Mails und Nachrichten. Zahlreiche Hilfsklassen runden das Funktionsspektrum der Library ab. Dazu zählt beispielsweise die Klasse "TTImageView", mit der sich Bilder aus dem Netz einfach und effizient darstellen lassen. Der Sourcecode von Three20 steht auf GitHub zum Download bereit.
CW-Fazit: iPhone-Programmierer erhalten mit Three20 eine leistungsstarke und einfach zu nutzende Klassenbibliothek. (ph)
