"SuperMUC"

LRZ bestellt Petaflops-Rechner bei IBM

13.12.2010
Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) hat IBM mit der Entwicklung und Lieferung eines neuen Höchstleistungsrechners beauftragt.
Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ)
Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ)
Foto: LRZ / Christoph Rehbach

Der Numbercruncher soll künftig europaweit für Forschung und Industrie nutzbar werden. Im LRZ gibt es ein breites Spektrum an Forschungsanwendungen, von der Kosmologie über Medizin bis hin zu Strömungsmechanik. Der Rechner mit dem Namen "SuperMUC" wird zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme Mitte 2012 voraussichtlich einer der weltweit leistungsstärksten und energieeffizientesten Supercomputer auf Basis der x86-Architektur sein.

Die Rechenleistung von SuperMUC mit bis zu 3 Petaflops entspricht nach Angaben der IBM rund 150.000 leistungsstarken PCs: Drei Milliarden Menschen müssten pro Sekunde gleichzeitig mit Taschenrechnern je eine Million Berechnungen ausführen, um auf die gleiche Rechenleistung zu kommen. Das System kostet im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich; der Bund und das Land Bayern finanzieren diese Summe zu gleichen Teilen.

SuperMUC zeichnet sich laut Hersteller unter anderem durch ein besonders innovatives Energieeffizienz-Konzept aus: Es basiert auf einer neuen Warmwasser-Kühltechnologie, die den Einsatz konventioneller,
energieaufwändiger Kühlsysteme dramatisch reduziert. Das Böblinger Entwicklungszentrum von "Big Blue" kennt sich mit dieser Technik bereits gut aus und habe die Entwicklung in der technischen Systemumsetzung dieses Projekts für LRZ als Kooperationspartner übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung.