Version 10

Lookeen mausert sich zur Desktop-Suche

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Axonic aus Karlsruhe hat die Version 10 von "Lookeen" veröffentlicht. Das Suchprogramm entwächst erstmals Outlook und funktioniert nun auf dem ganzen Windows-Desktop - und das sogar in virtuellen Infrastrukturen.

Lookeen ist ab Version 10 ein eigenständiges Programm (PDF-Link) und lässt sich entsprechend auch über eine Desktop-Verknüpfung oder aus der Windows-Taskleiste heraus starten. Am einfachsten aufrufen kann man Lookeen 10 aber durch zweimaliges Drücken der "Strg"-Taste. Die Lookeen-Suche auf Basis von Apache Lucene bietet nun eine automatische Vervollständigung und schlägt schon während der Eingabe erste Treffer vor. Die Vorschau von Lookeen 10 zeigt unter anderem PDFs, Bilder und Office-Dokumente an; lokale Dateien kann der Nutzer sogar direkt in der Vorschau bearbeiten und speichern, ohne dazu Word oder Excel überhaupt starten zu müssen. Suchbegriffe werden in der Ergebnisliste und in der Vorschau farbig hervorgehoben; die Ergebnisse lassen sich durch mehr als 25 Filteroptionen aufbereiten und weiter eingrenzen.

Lookeen 10 durchsucht jetzt auch den (virtuellen) Windows-Desktop.
Lookeen 10 durchsucht jetzt auch den (virtuellen) Windows-Desktop.
Foto: Axonic

Lookeen sucht gleichzeitig auf Festplatten, im Firmennetz und in Daten von Outlook und Exchange. Das Programm unterstützt dabei Filter, Wildcards ("*" jetzt an beliebiger Position) und Boolean. Lookeen erstellt seinen Index nur auf der lokalen Festplatte. Auch als Teil einer firmenweiten Suchlösung - hier werden ein zentraler Roll-Out durch Gruppenrichtlinien und der optionale "Lookeen Server" unterstützt - bleiben sämtliche Daten vollständig auf den internen Servern gespeichert und werden laut Axonic weder an die Entwickler noch an sonstige Dritte weitergegeben. Lokeen 10 unterstützt überdies virtuelle Desktopumgebungen (VDI) wie VMware, Citrix und Terminal Server.

Nach Angaben des Karlsruher Herstellers ist Lookeen bereits bei mehr als 25.000 Firmen und in mehr als 100 Ländern weltweit im Einsatz. Die Windows-Vollversion kann man von www.lookeen.de herunterladen und 14 Tage lang kostenlos testen. Eine Einzelplatzlizenz kostet ab netto 49 Euro; Unternehmen erhalten bei Volumenlizenzen Mengenrabatt. Desktop-Installationen sind ab Windows Vista möglich, ein optionales Add-in für Microsoft Outlook ab Version 2003 ist kostenlos erhältlich.

Für Privatanwender gibt es mittlerweile die kostenlose Variante "Lookeen Free". Diese verfügt über den vollen Funktionsumfang, ist allerdings auf das Hauptlaufwerk (C:) beschränkt. Axonic will sich damit nach eigenen Angaben bei seiner treuen Community bedanken, die "durch ihre langjährige Unterstützung die Entwicklung von Lookeen stark geprägt" habe.