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Lohnt sich der Umstieg von Dreamweaver CS3 auf CS4?

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Die Adobe-Software "Dreamweaver" erscheint bald in einer neuen Version. Ein Wechsel von CS3 auf CS4 wird sich vor allem für Power-User mit großen Projekten lohnen.

Der alte Streit zwischen Web-Designern und Web-Entwicklern ist längst entschieden: Wysiwyg-Editoren haben sich beim Erstellen von Internet-Angeboten gegen den handgeschriebenen Code durchgesetzt. Zu den führenden Werkzeugen unter den Editoren zählt Dreamweaver. Die Software wurde von Macromedia entwickelt. Das Unternehmen gehört seit der Übernahme im Jahr 2005 zu Adobe. Dreamweaver kam Ende 1997 erstmals auf den Markt und ist nun in der Version 9 unter dem Label „Adobe Dreamweaver CS3“ erhältlich. Version 10 alias CS4 steht in den Startlöchern und ist bereits als Betaversion verfügbar. Große Neuerungen sind dabei noch nicht in Sicht, der Fortschritt besteht neben einigen nützlichen Features vielmehr im Entrümpeln des mittlerweile etwas unübersichtlichen Funktionsumfangs.

Dreamweaver CS4 kleidet sich in neues Gewand

Mit Dreamweaver CS3 hat Adobe einen großen Schritt nach vorne getan. Die im vergangenen Jahr eingeführte Version war die erste Dreamweaver-Ausgabe, die nicht mehr das Logo von Macromedia trug. Das Look and Feel wurde in dieser Version kaum an das Adobe-übliche Aussehen angepasst, die Handschrift von Macromedia dominiert noch das Erscheinungsbild. Geübten Dreamweaver-Anwendern kommt dies entgegen, und sie finden sich auch sonst sofort zurecht. Dreamweaver CS4 bricht mit der Tradition: Die Oberfläche wurde rundum erneuert, wirkt jedoch damit auf dem Standard-Windows-Desktop etwas wie ein Fremdkörper. Doch da die Entwickler die Bedienung gegenüber dem Vorgänger nicht verändert haben, fällt dem Anwender der Umstieg leicht. Auch der Datenaustausch zwischen beiden Softwareversionen ist problemlos möglich. Aus diesem Grund können Nutzer mit beiden Softwareversionen an einem Projekt arbeiten.

Prüfstand für Smartphones

Mit Dreamweaver CS4 runderneuert Adobe die Benutzeroberfläche.
Mit Dreamweaver CS4 runderneuert Adobe die Benutzeroberfläche.

Unter der Haube hat sich bereits mit Dreamweaver CS3 einiges verändert. Adobe trägt hier dem heutigen Bedarf der Web-Entwicklung Rechnung. Dabei stechen vor allem die „Device Central“ und die Ajax-Integration (Ajax = „Asynchronous Javascript and XML“) hervor. Device Central erlaubt es dem Entwickler, seine Anwendungen und auch Multimedia-Inhalte auf verschiedenen mobilen Geräten zu testen. Dazu emuliert das Modul die Anzeigeparameter verschiedener Smartphones. Anwender begutachten damit, ob ihr Dreamweaver-Projekt sich für die Zielgeräte eignet. Dies umfasst auch, wie sich die Anwendung auf einem Smartphone bei unterschiedlichen Helligkeitsstufen des Displays präsentiert. Neben den hinterlegten Endgeräteeigenschaften darf der Nutzer weitere Geräteparameter definieren oder importieren. In der zurzeit verfügbaren Betaversion von Dreamweaver CS4 fehlt diese Komponente zwar. Adobe hält sich noch bedeckt, welche Add-ons zusammen mit der kommenden Version ausgeliefert werden sollen. Es ist jedoch zu erwarten, dass die endgültige Verkaufsversion auch eine aktualisierte Fassung von Device Central enthalten wird.