Rollenauflösung

Linkedin entlässt

17.10.2023
Von Redaktion Computerwoche
Linkedin hat angekündigt, knapp drei Prozent seiner Belegschaft entlassen zu wollen.
Beim Karrierenetzwerk Linkedin kommt es zum zweiten Stellenabbau im Jahr 2023.
Beim Karrierenetzwerk Linkedin kommt es zum zweiten Stellenabbau im Jahr 2023.
Foto: Cody Engel - shutterstock.com

Wie in einem internen Post zu lesen ist, werden beim Karrierenetzwerk Linkedin 668 von weltweit insgesamt 19.500 Stellen gestrichen: "Talent-Changes sind diffizil, aber notwendig und ein regulärer Bestandteil unsers Geschäfts. Die Veränderungen, die wir unseren Teams heute mitgeteilt haben, werden zur Folge haben, dass ungefähr 668 Rollen in den Bereichen Engineering, Product, Talent und Finance wegfallen", heißt es in der Mitteilung.

Kryptischer Stellenabbau

Linkedin-Besitzer Microsoft hatte Anfang 2023 einen großangelegten Stellenabbau verkündet, bei dem rund 10.000 Mitarbeiter den Hut nehmen mussten. Bei Linkedin selbst war es dann im Mai 2023 zu einer Entlassungsrunde gekommen, damals wurden etwas mehr als 700 Jobs beim Karrierenetzwerk gestrichen - der Grund war nach Angaben des Unternehmens, das Geschäft in China reduzieren zu wollen. Zu den Gründen für den neuerlichen Layoff gibt sich das Microsoft-Unternehmen hingegen kryptisch: "Während wir unsere Organisationsstrukturen anpassen und unsere Entscheidungsprozesse straffen, investieren wir weiterhin in strategische Prioritäten für unsere Zukunft und stellen sicher, Mehrwert für unsere Mitglieder und Kunden zu generieren", heißt es in der Mitteilung von Linkedin.

Eine dieser strategischen Prioritäten dürfte der Bereich künstliche Intelligenz (KI) sein - erst Anfang Oktober hatte das Unternehmen neue, KI-basierte Produkte für Recruiting und Marketing angekündigt. Ob das mit den Entlassungen in Zusammenhang steht, darüber kann nur gemutmaßt werden. Das Karrierenetzwerk mit circa 950 Millionen Nutzern weltweit machte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2023 einen Umsatz von circa 3,9 Milliarden Dollar und konnte diesen damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent steigern. (fm)