Karrierenetzwerk

Linkedin bringt Autorenplattform nach Deutschland

21.09.2015
Das Karrierenetzwerk Linkedin startet eine deutsche Version seiner Autorenplattform.

Auf ihr können Mitglieder Artikel veröffentlichen, in die sich in Blog-Manier auch Bilder, Videos oder Präsentationen integrieren lassen. Außerdem kommen deutsche Linkedin-Beiträge jetzt auch in das News-Angebot "Pulse" des Business-Netzwerks. "Pulse" sei "der Teil, der etwas gedauert hat: Die Redaktion aufzubauen, den Algorithmus auf deutsche Schlüsselwörter anzupassen", sagte Linkedin-Managerin Alexandra Kolleth der Deutschen Presse-Agentur. In den USA war die Autoren-Plattform bereits im Februar 2014 für alle Mitglieder geöffnet worden.

Die COMPUTERWOCHE konnte die neue Funktion schon vorab testen.
Die COMPUTERWOCHE konnte die neue Funktion schon vorab testen.

Seit 2012 gibt es zudem ein Programm, in dem bekannte und einflussreiche Personen Artikel bei Linkedin veröffentlichen. International gehörten dazu bereits etwa Milliardär Richard Branson oder der Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn. Die deutsche Version startet Linkedin zunächst mit drei solcher "Influencer": Es sind der Chef der Werbeagentur Saatchi & Saatchi, Christian Rätsch, der Präsident der Wirtschaftshochschule IMD, Dominique Turpin, sowie Klaus-Peter Schöppner, der früher TNS Emnid führte und aktuell Gesellschafter des Umfrage-Beratungsinstituts Mentefactum ist.

Demnächst sollen weitere prominente Autoren hinzukommen, sagte Kolleth: "Wir haben viele Interessenten." Das Ziel sei, Linkedin zur wichtigsten Plattform für berufliche Inhalte zu machen. Mit allgemeinen News-Angeboten wolle man nicht konkurrieren. Auf der englischsprachigen Plattform sind bisher Technologie, Finanzen und berufliche Fortbildung die Top-Kategorien.

Einschätzung: Linkedin will mit der Autorenplattform sein Angebot inhaltlich aufwerten und auch für Suchmaschinen relevanter machen, ohne dabei viel Geld in die Hand zu nehmen. Mit seiner Reichweite und Zielgruppe mag das Netzwerk mit seiner Reichweite und Zielgruppe für den ein oder anderen Autoren gelegentlich als zusätzlicher Kanal interessant sein. Dass viele, die bisher gebloggt oder auf Verlagsangeboten publiziert haben, jetzt exklusiv über Linkedin veröffentlichen, erscheint indes unwahrscheinlich. (dpa/tc)