Sieben Urlaubstipps für Freiberufler

Lassen Sie Ihr Handy zu Hause!

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
"Im Urlaub stellte ich mit Schrecken fest: Ich kann nicht abschalten. Immer wieder musste ich an meinen Betrieb denken. Entsprechend gering war die Erholung. Geht es anderen Selbständigen ähnlich?"
Grigor Nussbaumer, Leiter des Institut Mental Power aus Thalwil (Schweiz), rät: "An den ersten beiden Arbeitstagen nach dem Urlaub sollte man keine wichtigen Termine vereinbaren."
Grigor Nussbaumer, Leiter des Institut Mental Power aus Thalwil (Schweiz), rät: "An den ersten beiden Arbeitstagen nach dem Urlaub sollte man keine wichtigen Termine vereinbaren."

Vielen Freiberuflern fällt es schwer, im Urlaub wirklich abzuschalten. Selbständige identifizieren sich oft viel stärker als Angestellte mit ihrem Unternehmen und fühlen sich ihren Kunden viel mehr verpflichtet, zumal vielfach keine Urlaubsvertretung in Form von Kollegen vorhanden ist. Kein Wunder, dass die meisten ihr Handy und ihren Laptop mit in den Urlaub nehmen. Die Erholung kommt allerdings zu kurz, wenn man ständig seine E-Mails oder Mailbox checkt.

So gelingt Ihr Urlaub:

Grigor Nussbaumer, Leiter des Instituts Mental Power aus Thalwil in der Schweiz, kennt die Problematik und bestätigt: "Ja, viele Selbständige haben Probleme, im Urlaub richtig abzuschalten." Der Experte hat einige Tipps, wie Freiberufler ihren Urlaub entspannter genießen können:

  1. Sagen Sie zunächst allen Kunden und Lieferanten, dass Ihr Urlaub bereits einen Tag früher beginnt - also zum Beispiel statt am 10. Oktober bereits am 9. Oktober. Sonst klingelt am letzten Tag unablässig das Telefon. Die Folge: Sie bekommen kurzfristig noch viele Aufgaben aufgehalst und starten völlig gestresst in den Urlaub.

  2. Erledigen Sie vor Ihrem Urlaub alle dringenden Aufgaben, die Sie nicht delegieren können. Sonst plagt Sie stets das schlechte Gewissen.

  3. Verabschieden Sie sich zudem von der Fiktion, Sie müssten ständig erreichbar sein. Lassen Sie Ihr Handy deshalb, sofern möglich, zu Hause. Und wenn das nicht geht? Dann schalten Sie es im Urlaub zumindest ab.

  4. Dann entscheiden Sie, ob und wann Sie die Mails abhören und zurückrufen.

  5. Verbannen Sie zudem Akten oder Fachbücher, die mit Ihrer Arbeit zusammenhängen, aus Ihrem Reisegepäck. Nur so können Sie sich im Urlaub völlig aus dem Alltag "ausklinken".

  6. Denken Sie stets daran, dass der Urlaub primär Ihrer Entspannung dient. Packen Sie ihn deshalb nicht zu voll mit Kurztrips und Besichtigungsterminen. Denn dann entsteht ein ähnlicher "Leistungsdruck" wie zu Hause. Je weniger Angst Sie haben, etwas zu versäumen, umso schneller erholen Sie sich.

  7. Und noch ein Tipp: Vereinbaren Sie an den ersten beiden Arbeitstagen nach dem Urlaub keine wichtigen Termine. Sonst hat Sie der Alltagstrott sofort wieder eingeholt, und der Erholungseffekt ist im Nu verflogen.

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