Enterprise-SSD mit hohen Transferraten

Kingston SSDNow KC100 im Test

09.01.2012
Von 
Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Kingston offeriert mit der SSDNow KC100 eine Solid State Disk im 2,5-Zoll-Format mit SATA 6 Gb/s für den Enterprise-Einsatz. Die SSD überzeugt mit Transferraten von über 500 MByte/s, hohen IOPS und einer langen Garantiezeit.

Produktdaten: Kingston preist die SSDNow KC100 für den Einsatz im professionellen Umfeld an. Hierzu hebt der Hersteller Features wie integrierte AES-256-Bit-Datenverschlüsselung und die Unterstützung von Enterprise-SMART-Attributen hervor. Damit ist unter anderem ein Tracking der Zuverlässigkeit, Temperatur und der Restnutzungsdauer über entsprechende Tools möglich. Verantwortlich für diese Features ist der verwendete SSD-Controller SandForce SF-2200. Der Chip beherrscht eine EEC-Fehlerkorrektur, die bis zu 55 Bits in einem 512-KByte-Sektor korrigieren kann. Durch den SandForce-Controller unterstützt die Kingston SSDNow KC100 auch den TRIM-Befehl. Das speziell für SSDs entwickelte ATA-Kommando ändert die Löschstrategie und beschleunigt so Schreibzugriffe.

Kingston stattet die KC100 mit SATA 6 Gb/s als Interface aus. Bei den Kapazitäten hat der Hersteller 120, 240 und 480 GByte im Angebot. In allen Modellen steuert der SF-2200 Flash-Bausteine mit asynchroner MLC-NAND-Technologie an. Wie üblich bei Verwendung von SandForce-Controllern besitzt auch die KC100 keinen extra Cache-Baustein. Um trotzdem eine sehr hohe Schreibleistung in der Praxis zu erzielen, nutzt SandForce die Technologie "DuraWrite". Der Schreibalgorithmus fasst im Prinzip die zu Daten zusammen und komprimiert sie vor dem Schreibvorgang. Ganz ohne Cache kommt jedoch auch der neue SF-2200 nicht zurecht. Der Controller besitzt intern einen kleinen Datenpuffer - Angaben zur Größe macht SandForce allerdings nicht.

Kingston spezifiziert die SSDNow KC100 mit einer MTBF von 1.000.000 Stunden. Im Vergleich zu anderen Enterprise-SSDs wie einer Intel SSD 710 mit 2.000.000 Stunden ist das relativ wenig. Auch andere SF-2200-basierende SSDs wie die OCZ Vertex 3 MaxIOPS bieten 2.000.000 Stunden. Dafür gewährt Kingston auf die SSDNow KC100 eine Garantie von fünf Jahren sowie einen 24/7-Support.

Die im TecChannel-Testlabor getestete 240-GByte-Version der SSDNow KC100 mit der Modellnummer SKC100S3/240G kostet bei typischen Online-Händlern zirka 400 Euro. Für die 120-GByte-Variante sind zirka 210 Euro fällig, die 480-GByte-SSD ist mit rund 780 Euro gelistet. (Stand Preise: 09.11.11).