Technical Debt

Keine Angst vor versteckten Kosten

18.03.2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  In den Applikationsportfolios von Unternehmen lauern aufgrund erheblicher Qualitätsmängel enorme versteckte Kosten - über deren Zusammensetzung weithin Uneinigkeit herrscht. Der IT-Dienstleister CAST will mithilfe einer weltweiten Datenbank "Technical Debt" nun nach objektiven Kriterien berechnen.
Foto: (c) Eisenhans_Fotolia

Verborgene Kosten hinter Software-Anwendungen, so genannte "Technical Debts" stellen ein erhebliches Risiko für den wirtschaftlichen Fortbestand von Unternehmen dar. Die Schwierigkeit liegt dabei darin, die Kosten von "Technical Debt" objektiv festzustellen, da viele verschiedene Definitionen und Messwerte existieren. Der IT-Dienstleister und Spezialist für die Bewertung von Applikationslandschaften hat nun mit CAST Appmarq ein Tool entwickelt, das diese Kosten objektiv feststellen soll.

Zunehmende Reduzierung von Wartungsarbeiten

CAST definiert "Technical Debt" als Kosten für die Lösung von strukturellen Qualitätsproblemen in einer Anwendung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit schwerwiegende Störungen verursachen können und deshalb ein erhebliches unternehmerisches Risiko darstellen. Diese versteckten Kosten im Applikationsportfolio von Unternehmen sind in den vergangenen Jahren CAST zufolge exponentiell angestiegen. Hintergrund dieser Entwicklung ist die zunehmende Reduzierung von Wartungsarbeiten, da Entwicklungsteams zunehmend gezwungen sind, immer kürzere Entwicklungszyklen einzuhalten und gleichzeitig mehr Funktionalität zu implementieren.

CAST beruft sich bei seinen Aussagen auf einen Bericht des Marktforschers Gartner. Danach sind die Fortune-2000-Unternehmen sowie die größeren Organisationen im öffentlichen Bereich mit mehr als 200 Millionen Dollar an "Technical Debt" belastet.

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