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Jobchancen 2013

Karriereratgeber 2012/13 - Andy Beyer, Raimund Mrugalla, HSC

20.12.2012
Wer die Zeit über Weihnachten und Neujahr für seine Karriereplanung nutzen möchte, kann sich versierten Rat holen: Vom 20. Dezember 2012 bis 9. Januar 2013 betreuen Andy Beyer und Raimund Mrugalla von HSC Personalmanagement das CW-Karriereforum.
Personalberater Raimund Mrugalla (links) und Andy Beyer.
Personalberater Raimund Mrugalla (links) und Andy Beyer.
Foto: HSC

Die Personalberater Andy Beyer und Raimund Mrugalla verfügen über jahrelange Erfahrung im IT- und SAP-Markt. HSC berät Unternehmen aus allen Bereichen des IT-Marktes bei der Suche nach Spezialisten und Führungskräften sowie in Out- und Newplacement-Projekten.

Andy Beyer begann seine berufliche Laufbahn in einer Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf Personal- und Organisationsentwicklung. Seit 2003 arbeitet er als Personalberater in der IT- Branche sowie als Trainer und Dozent für Personal-Management und -führung. Seit fünf Jahren leitet er die Geschäftsstelle von HSC Personalmanagement in Hannover.

Raimund Mrugalla leitet bei HSC das Competence Center SAP. Der erfahrene Personalberater kennt den SAP-Markt gut, leitete selbst schon SAP-Teams und setzte SAP-Einführungsprojekte um. Vor seinem Einstieg bei HSC arbeitete er für CSC, IBM und die Unternehmensberatung GMO Nord.

 

A. Beyer
Sehr geehrter Herr „Vik“, vielen Dank für Ihre interessanten, wenn auch nicht einfachen Fragen. Das von Ihnen angesprochene breite Themenfeld „SAP BO / HANA/In-Memory-Computing“ bietet sicherlich eine gute Basis bzw. sehr interessante Perspektiven, die aus meiner Sicht durchaus sinnvoll für eine persönliche Weiterentwicklung sein können. Die Frage ob der Aufsprung auf den Zug bzw. der Quereinstieg erfolgreich verlaufen kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist dies sicherlich ohne eine entsprechende Qualifizierung / Weiterbildung schwierig, aber viele Unternehmen stehen selbst noch am Anfang sich eine z.B. „SAP HANA-Expertise“ aufzubauen und geben auch Kandidaten mit Erfahrungen im Bereich Business Intelligence / Datenbanken / Datenmodellierung/-architektur etc. , die Möglichkeit eines Einstiegs. D.h. die Frage, die sich hier als Zweites stellt ist die nach den Anknüpfungspunkten zu Ihrer bisherigen Tätigkeit, Ihren praktischen Erfahrungen und Ihrer Ausbildung (Studium etc.). Passt diese zu den Anforderungen bzw. bildet diese eine fundierte Ausgangsbasis, so fällt auch ein Wechsel in eine neue Technologie leichter. Mein Fazit, sondieren Sie einfach den Markt nach entsprechenden Angeboten oder vielleicht gibt es ja auch diese Perspektive in Ihrem jetzigen Unternehmen und gehen Sie dies für sich aktiv an. Ich hoffe Ihnen zumindest ein paar Anregungen gegeben zu haben. Mit besten Grüßen A. Beyer HSC Personalmanagement

Vik
Sehr geehrter Herr Mrugalla, sehr geehrter Herr Beyer, ich habe folgende Frage. In den letzten 6 Jahren habe ich mich im Thema BI (Cognos, Informatica, SAS) weiterentwickelt. Nun möchte ich den Schwung zu SAP BO/BW schaffen. Ich finde die Entwicklung bei SAP BO und HANA als sehr interessant und würde gerne auf den Zug springen. Halten Sie das für möglich und sinnvoll? Falls Ja? Wie soll der Quereinstieg aus Ihrer Sichtam besten gehen? Danke Vik

C.P.
Sehr geehrter Herr Beyer, vielen Dank für die schnelle und freundliche Antwort. Ich werde in den kommenden Tagen noch einmal in mich gehen und mir zu Ihren Anregungen Gedanken machen. Mit freundlichen Grüßen C.P.

A. Beyer
Sehr geehrter C.P., vielen Dank für Ihre interessante Frage. Grundsätzlich würde ich diese Entscheidung von Ihren eigenen Präferenzen abhängig machen, d.h. welches der genannten Themen für Sie persönlich interessanter ist und zu Ihrer eigenen Karriereplanung / Persönlichkeit passt. Beide Studiengänge/-inhalte sind sicherlich eine gute Ausgangsbasis für eine berufliche Weiterentwicklung, sei es in Richtung des genannten IT-Spezialisten oder in eine eher interdisziplinär angelegte Funktion. Stellen Sie sich die Fragen, was Ihnen an Ihrer jetzigen Position gefällt (auch, wenn dies zu Beginn einer Berufslaufbahn schwierig ist…) und wo Sie sich in Zukunft sehen - Wollen Sie z.B. in technischen Themen arbeiten (Softwareentwicklung/Infrastruktur) oder eher in einer generalistischen Beratungsfunktion? Aber auch welche Branchen sind für Sie interessant etc.? Zur Aussage der Studienberatung – im Grunde sehe ich dies ähnlich, auch für mich macht es in den meisten Fällen durchaus Sinn über den Tellerrand zu schauen und nach bereits aufeinander aufbauenden Ausbildungen, gerade beim Master, in eine übergreifende Thematik zu wechseln. Ich hoffe Ihnen ein paar Anregungen für Ihre Entscheidung gegeben zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Masterstudium. Mit besten Grüßen A. Beyer HSC Personalmanagement

C.P.
Sehr geehrter Herr Mrugalla, sehr geehrter Herr Beyer, ich habe vor ca. einem Jahr mein medizinisches Informatik Studium mit dem Bachelor beendet (Vorläufer war eine 3-Jährige Berufsausbildung zum IT-System-Elektroniker) und arbeite seitdem in der IT-Abteilung eines großen Krankenhauses. Da ich mich neben dem Beruf weiterbilden möchte, um in Zukunft noch hochwertigere Tätigkeiten in der IT übernehmen zu können, steht für mich im Jahre 2013 ein berufsbegleitender Master-Studiengang auf dem Programm. Ich habe mir diesbezüglich mehrere Angebote angesehen und fande letztendlich zwei Studiengänge interessant: Master of Science in IT-Management und Master of Arts in (General) Management. Meine Frage wäre es, ob ich den Bereich der Informatik weiter vertiefen sollte, um mich so zu einem IT-Speziallisten entwickeln zu können, oder ob ich auf ein Generalisten-Studium setzen sollte, um so die Chance zu nutzen, über den obligatorischen Tellerrand zu schauen? In der Studienberatung wurde mir zu dem Master of Arts in (General) Management geraten, da ich bereits durch meine Berufsausbildung, mein Erststudium sowie meiner aktuellen Berufstätigkeit weitläufige Erfahrungen im Bereich IT gewinnen konnte und mich so im vollen Maße dem Management widmen könne. Wie sehen Sie das? Mit freundlichen Grüßen C.P.

Raimund Mrugalla
Guten Tag Herr/Frau sapler, wenn Sie bei der neuen Position ein gutes Gefühl haben, spricht eigentlich nichts dagegen, den Schritt zu wagen. Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, dass Sie durch die Erfahrungen von über 9 Jahren in der SAP Entwicklung über einen gewissen Marktwert verfügen. Wenn Sie in Ihrer neuen Position als Requirement Engineer ein adäquates Gehalt erzielen können, spricht auch aus finanzieller Sicht nichts gegen die neue Position. Natürlich sollte man seine berufliche Karriereplanung nicht nur von finanziellen Aspekten abhängig machen. Wichtig ist, dass Sie in der neuen Aufgabenstellung eine langfristige und interessante Perspektive für sich sehen. Viele Grüße Raimund Mrugalla / HSC Personalmanagement

sapler
Guten Tag Herr Mrugalla und Herr Beyer, ich arbeite seit 9 Jahren als SAP Entwickler in verschiedenen Themengebiete (Process Integration, Web Dynpro ,Idoc, Web Service etc.) .Nun habe ich die Möglichkeit als Requirement Engineer eine neue Stelle anzutretten. Meiner Meinung ist RE eine gefragte Disziplin. Die neue Stelle ist jedoch nicht im SAP Umfeld oder nur bedingt. Da ich mich langsam von der Entwicklung loslösen möchte, könnte dies der richtige Schritt sein? Was halten Sie davon? Oder kennen Sie alternativen. Danke für Ihre Einschätzung.

Raimund Mrugalla
Sehr geehrte Frau Fröhlich, erst einmal vielen Dank für Ihre Frage, die nicht ganz leicht zu beantworten ist. Es wird sicherlich nicht einfach in der klassischen SAP-Beratung und bei einem evtl. gleichzeitigen Unternehmenswechsel (mit entsprechender Einarbeitungsphase) die beschriebene Teilzeit-Position zu finden. D.h. nicht, dass es diese Möglichkeiten nicht gibt, aber hier machen Teilzeitstellen nur einen relativ geringen Anteil der ausgeschriebenen Vakanzen aus. Gleichwohl bieten viele Unternehmen interessante Arbeitszeitmodelle, die man sich dann im Detail anschauen muss - es kommt hier natürlich auch auf Ihre Präferenzen an, wie Sie in Zukunft tätig werden wollen (generell verkürzte Arbeitszeiten pro Tag oder Arbeit nur an bestimmten Wochentagen etc.). Zu Ihrer Frage nach den Alternativen: An erster Stelle würde ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber die Möglichkeit einer Reduzierung der Arbeitszeit abklären, vielleicht wären für Sie aber auch Positionen als Inhouse-Beraterin denkbar und zuletzt natürlich auch die Perspektive einer freiberuflichen Tätigkeit (mit allen Vor-/Nachteilen die diese Option bietet). Eine andere Möglichkeit bietet eine Anstellung als SAP-Expertin in der IT-Abteilung oder dem Rechnungswesen/Controlling eines Unternehmens (z.B. einer Bank), auch wenn hier der Anteil der Support-Tätigkeiten wahrscheinlich höher ist als der der Projektarbeit (eventuell ist aber bereits aus der Stellenbeschreibung ersichtlich, ob auch zukünftig SAP-Projekte geplant sind). Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben. Mit besten Grüßen Raimund Mrugalla / HSC Personalmanagement

nina.froehlich
Guten Tag Herr Mrugalla und Herr Beyer, ich arbeite in Frankfurt als SAP-Beraterin im Bereich FICO und würde gerne zukünftig aus privaten Gründen in Teilzeit arbeiten (idealerweise ca eine 60%-Stelle). Halten Sie es für realistisch, dass ich dabei als SAP-Beraterin weiterarbeiten kann? Kennen Sie Alternativen, bei denen ich meine Qualifikationen einsetzen kann? (Ich würde nicht gerne im Support arbeiten, aber dort habe ich schon eher von Teilzeitkräften gehört) Danke für Ihre Einschätzung! Nina Fröhlich

nina.froehlich
Guten Tag Herr Mrugalla und Herr Beyer, ich arbeite in Frankfurt als SAP-Beraterin im Bereich FICO und würde gerne zukünftig aus privaten Gründen in Teilzeit arbeiten (idealerweise ca eine 60%-Stelle). Halten Sie es für realistisch, dass ich dabei als SAP-Beraterin weiterarbeiten kann? Kennen Sie Alternativen, bei denen ich meine Qualifikationen einsetzen kann? (Ich würde nicht gerne im Support arbeiten, aber dort habe ich schon eher von Teilzeitkräften gehört) Danke für Ihre Einschätzung! Nina Fröhlich

Guest
Guten Tag Herr Mrugalla und Herr Beyer, ich arbeite in Frankfurt als SAP-Beraterin im Bereich FICO und würde gerne zukünftig aus privaten Gründen in Teilzeit arbeiten (idealerweise ca eine 60%-Stelle). Halten Sie es für realistisch, dass ich dabei als SAP-Beraterin weiterarbeiten kann? Kennen Sie Alternativen, bei denen ich meine Qualifikationen einsetzen kann? (Ich würde nicht gerne im Support arbeiten, aber dort habe ich schon eher von Teilzeitkräften gehört) Danke für Ihre Einschätzung! Nina Fröhlich

A. Beyer
Ein herzliches Willkommen an alle Forumsteilnehmer und Leser, sehr gern werden wir Ihnen in den nächsten 2 Wochen Fragen rund um das Thema „Karriereplanung“ beantworten und freuen uns auf Ihre Beiträge bzw. eine rege Diskussion mit Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Raimund Mrugalla / Andy Beyer HSC Personalmanagement

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