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Kalifornische Offizielle erstatten Oracle-Spenden zurück

10.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Staatsanwalt Bill Lockyer, der gegenwärtig einen umstrittenen Vertrag des US-Bundesstaats mit dem dort ansässigen Datenbankunternehmen Oracle (Computerwoche online berichtete) untersucht, hat eine Spende des Konzerns von 50.000 Dollar für seinen Wahlkampf vorsorglich zurückbezahlt. Es gebe zwar weder Interessenkonflikte noch sei irgendetwas Verbotenes daran. "Ich habe entschieden, dass es angesichts der besonderen Aspekte der Ermittlung wichtiger ist, sicher zu stellen, dass unsere Arbeit fair, unparteiisch und unpolitisch vonstatten geht", erklärte der Strafverfolger.

Auch Gouverneur Gray Davis hat sich bereit erklärt, die für seinen Wahlkampf von Oracle gezahlten 25.000 Dollar zurückzuerstatten. Oracle betonte, an der Spende sei ebenfalls überhaupt nichts auszusetzen. "Weil wir hier unseren Hauptsitz haben und einer der größten Arbeitgeber sind, halten wir es für wichtig, uns auch am politischen Prozess zu beteiligen", erklärte Finanzchef Jeff Henley. "Wir möchten betonen, dass an unserer Spende nichts Ungewöhnliches war." Es gebe keinerlei Zusammenhang mit dem umstrittenen Vertragsabschluss. Oracle veröffentlichte in diesem Zusammenhang auch gleich noch eine Liste weiterer Gray-Wohltäter. Aufgeführt sind dort unter anderem Microsoft, Sun, HP, Intel, Cisco sowie Apple. (tc)