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Kalifornien macht IT-Behörde dicht

05.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Zuge des Skandals um die Beschaffung von Oracle-Software hat der kalifornische Gouverneur Gray Davis das dafür verantworliche Department of Information Technology praktisch geschlossen. Dessen Arbeit übernehmen vorübergehend andere Behörden. Nach Auffassung externer Wirtschaftsprüfer sei der Vertrag mit dem Datenbank-Experten Oracle ohne Ausschreibung und ausreichende Prüfung zustande gekommen, was den Steuerzahler voraussichtlich rund 40 Millionen Dollar kosten werde.

Höchstwahrscheinlich wird der Staat Kalifornien in der kommenden Woche den Rücktritt von dem 95 Millionen Dollar schweren Kontrakt verkünden. In diesem Zusammenhang forderte Davis die Behörden auf, Standards für die Beschaffung technischer Güter zu entwickeln und einzuhalten, um Ungereimtheiten und Interessenskonflikte künftig zu vermeiden. (qua)