K.o. für störende Prozesse

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.

Prozesse, die sich weder normal noch mit dem Windows-eigenen Task-Manager beenden lassen, sind gerade für Entwickler ein Ärgernis. Oft hilft nur der Reboot. Alternativ dazu kann der Experte ein kostenloses Tool wie "Process Ko" nutzen, das auch hartnäckige Routinen aus dem Speicher entfernt. Process KO ist extrem schlank und besteht nur aus einer 78 KB großen Binärdatei. Das Helferlein steht kostenlos im Web (http://www.softwareok.de) zur Verfügung. Gegenüber dem Task-Manager von Windows bietet es ein paar handfeste Vorteile. Beispielsweise lassen sich Prozesse mit dem Programm mit deutlich schneller schließen, da weniger Mausklicks erforderlich sind. Process Ko kann gleich beim Start von Windows automatisch geladen und dann im Vordergrund gehalten werden. Das kleine Fenster stört bei der Arbeit weit weniger als der große Task-Manager. Ist es doch im Weg, kann der Anwender Process Ko ins System Tray verschieben.

Besonders hilfreich ist die Möglichkeit, Prozesse als "Lieblings Kos" zu definieren. Das funktioniert im Prinzip wie das Anlegen eines Bookmarks im Browser: Der zu stoppende Vorgang wird aus der Liste der laufenden Prozesse ausgewählt und zu den "Lieblingen" hinzugefügt. Gerade Entwickler und Betatester können so wacklige Programme mit nur einem Mausklick schließen. Dabei gibt es zwei Optionen: Der Prozess lässt sich anhand seines Namens beenden. Damit stoppt der Nutzer allerdings nur alle laufenden Prozesse mit dieser Bezeichnung. Als zweite Möglichkeit lässt sich der Prozess pfadabhängig beenden. Gleichnamige Prozesse, die einen anderen Pfad besitzen, tangiert das nicht. Sehr nützlich ist ferner, dass der Anwender einen Lieblingsprozess gleich wieder per Mausklick aus Process Ko heraus neu starten kann. Die einzelnen Aktionen werden durch einen Klick mit der Maus und gleichzeitig gedrückter Alt- oder Strg-Taste gesteuert.

Um das versehentliche Terminieren eines Prozesses wenigstens ansatzweise zu verhindern, muss der Benutzer zunächst ein Kontrollkästchen im Dialogfenster anklicken. Stehen Prozesse nicht in der Favoritenliste, so lassen sie sich über "Sofort Ko" beenden. Dabei erscheint eine Auswahlliste der laufenden Prozesse, aus der man die Problemkandidaten auswählen und terminieren kann. Hier gibt es keine Sicherheitsabfrage, der Prozess wird ohne weitere Verzögerung entfernt. Deswegen eignet sich Process Ko nur für erfahrene Anwender. (Jan Schulze)

CW-Fazit: Process Ko ist ein sehr hilfreiches Freeware-Tool für Entwickler und Tester, um Prozesse schnell zu beenden. Wer sich jedoch nicht mit den Windows-Prozessen auskennt, sollte lieber den Task-Manager nutzen.