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Jahr 2000 drückt auf die Server-Umsätze

28.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsunternehmen International Data Corp. (IDC) hat gestern seine Zahlen zum weltweiten Server-Markt im dritten Quartal 1999 vorgelegt. Dabei konstatierten die Auguren einen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um zehn Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar gesunkenen Umsatz, der vornehmlich auf das Konto des Investitionshemmers Jahr 2000 gehen soll.

Besonders hart traf es dabei die IBM, deren Systeme vor allem im High-end-Bereich angesiedelt sind. Zwar führt Big Blue die Liste der Hersteller unangefochten mit 3,1 Milliarden Dollar Umsatz an, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies jedoch ein Minus von 29 Prozent. Auf den Plätzen folgen Hewlett-Packard mit Einnahmen von 1,9 Milliarden Dollar (plus zwei Prozent), Compaq mit ebenfalls 1,9 Milliarden Dollar (plus neun Prozent) sowie Sun Microsystems mit 1,7 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent). Auf dem fünften Rang konnte sich Direktanbieter Dell plazieren, der mit 40 Prozent Wachstum (619 Millionen Dollar Umsatz) als einziger ein überdurchschnittliches Wachstum vorlegte.

Geografisch gesehen übten die Europäer die stärkste Zurückhaltung beim Server-Kauf. Die Umsätze auf dem alten Kontinent gingen um 19 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zurück. Ebenfalls im Minus lagen Japan (minus sieben Prozent) und die USA (5,3 Milliarden Dollar Umsatz, minus drei Prozent). Einzig der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete ein Wachstum (eine Milliarde Dollar Umsatz, plus 21 Prozent).