Server und Desktops virtualisiert

IT spart 800.000 Euro Stromkosten

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Beteiligungs-Holding Hanau hat mit der energiesparenden Neugestaltung der gesamten IT-Architektur, die sie für die Stadt Hanau betreibt, den zweiten Platz beim IT-Industriepreis „Best of IT Solutions“ gewonnen.

Seit 2008 hat die Stadt Hanau ihre IT zentralisiert und Server und Desktops virtualisiert. Bis 2010 sollen rund 2.000 Arbeitsplätze von klassischen PCs auf Thin Clients des Unternehmens Wyse Technology umgerüstet werden. Die Kommune spart dadurch eigenen Angaben zufolge allein an Energiekosten etwa 800.000 Euro im Jahr ein.

Mit diesem Projekt errang sie jetzt unter 150 Bewerbern den zweiten Platz in der Kategorie Großunternehmen beim IT-Industriepreis Best of IT Solutions. Diese Auszeichnung wird von „CIO" und „Computerwoche" zusammen mit Intel für wegweisende Projekte zur Verbesserung der Energie-Effizienz verliehen.

Die Jury überzeugte am Projekt der Beteiligungs-Holding (BHG) Hanau besonders die ganzheitliche Herangehensweise und die konsequente energiesparende Neugestaltung der gesamten städtischen IT-Architektur – ein Engagement, das unter deutschen Kommunen nicht selbstverständlich ist.

Die Entscheidung der Stadt Hanau, die IT-Infrastruktur aller städtischen Gesellschaften zu vereinheitlichen und alle IT-Services für etwa 2.000 Anwender selbst zentral durch ihre Beteiligungsholding bereitzustellen. Das sei in Deutschland einmalig, meint die Stadt. Angesichts jahrzehntelang gewachsener IT-Strukturen und Verantwortlichkeiten sei dies eine bedeutende Aufgabe.

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