Gehälter in der Onlinebranche

IT-Profis verdienen am besten

Johannes Königes ist freier Autor in München.
Wie hoch ist die Vergütung von Content- oder Social Media-Managern? Mit welchen Gehältern können Berufsanfänger in der Onlinebranche rechnen? Dem Ergebnis einer aktuellen Vergütungsanalyse zufolge verdienen IT-Experten am besten, Mediendesigner am schlechtesten.

IT-Gehälter sind am höchsten

Laut einer aktuellen Analyse des Gehaltsvergleichsportals Gehalt.de beziehen IT-Spezialisten die höchsten Gehälter in der Onlinebranche. Im Schnitt verdient eine IT-Fachkraft rund 48.100 Euro im Jahr. Im oberen Vergütungssegment sind Gehälter von über 60.200 Euro möglich. In Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern kommen IT-Profis auf über 80.000 Euro.

Online-Marketer verdienen im Alter deutlich mehr

Knapp hinter den IT-Profis liegen die Online Marketing Manager. Laut Analyse bezieht diese Berufsgruppe jährlich ein Durchschnittsgehalt von 41.400 Euro. Im oberen Vergütungsbereich sind Gehälter von rund 48.200 Euro und in Großunternehmen von über 60.000 Euro möglich. Berufsanfänger starten mit einem Jahreseinkommen von 31.000 Euro bis 36.000 Euro. Im Alter winken hohe Gehaltssteigerungen bis über 70.000 Euro. "In der Onlinebranche ist Erfahrung zum Teil wichtiger als ein Studium, weswegen Arbeitnehmer mit viel Know-How sehr gute Gehälter beziehen - manchmal sogar mehr als der Kollege mit einem akademischen Hintergrund", so Artur Jagiello von Gehalt.de.

Experten für Suchmaschinenoptimierung liegen im Gehaltsmittelfeld

Auf Rang drei im Gehaltscheck befinden sich SEO-Manager. Die Abkürzung steht für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) und bezeichnet den Beruf der Internetexperten, die für die Auffindbarkeit im Web sorgen. Der Lohn für die Suchmaschinenprofis liegt bei durchschnittlich 39.000 Euro im Jahr. Je nach Unternehmensgröße variieren die Gehälter zwischen 29.000 Euro und 75.000 Euro. In den ersten Jahren verdienen die angehenden SEO-Experten knapp über 30.000 Euro.

Erfahrene Content-Manager beziehen hohe Gehälter

Content-Manager sind für Seiteninhalte und redaktionelle Beiträge, aber auch für PR- und Marketing-Kampagnen verantwortlich. Ihr durchschnittliches Jahresgehalt beträgt rund 37.700 Euro. Berufseinsteiger beginnen mit 32.000 Euro, und erfahrene Content-Manager können im oberen Gehaltssegment und Großunternehmen über 70.000 Euro verdienen.

Social Media-Manager

Mit rund 37.600 Euro Jahresgehalt folgen Social Media-Manager. Im oberen Gehaltssegment winken Gehälter von rund 47.700 Euro. In den ersten Jahren liegt die Vergütung bei knapp über 30.000 Euro. Im späteren Berufsleben können Social Media-Manager mit einem guten Gehaltsplus rechnen. Da die Berufsgruppe verhältnismäßig jung ist, fehlen in der Auswertung Daten für über 50-Jährige.

Grafiker: hohe Gehälter in Großunternehmen

Das Schlusslicht im Gehaltsvergleich bilden Grafiker und Mediendesigner. Sie kommen auf rund 34.800 Euro im Jahr. Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern zahlen im Schnitt 45.000 Euro bis über 60.500 Euro.

Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de analysierte 2.946 Vergütungsdaten zu den Berufen Softwareentwickler, Social Media-Manager, SEO-Manager, Content-Manager, Grafiker und Online Marketing-Manager. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Berufe inklusive allen Hierarchieebenen in der Onlinebranche.

Kostenloser Gehaltscheck für IT-Experten

Wer sich über IT-Gehälter in seiner Branche ­informieren will, erhält einen guten Einblick durch die Gehaltsstudie von Personalmarkt und der COMPUTERWOCHE. Bis zum 31. August können Arbeitgeber und Einzelpersonen unter www.computerwoche.de/verguetungsstudie an der Online-Befragung teilnehmen.

Einzelpersonen erfahren direkt nach Eingabe ihrer Daten, wie sie beim Gehalt gegenüber Kollegen mit ähnlicher Jobbeschreibung und vergleichbaren Qualifikationen abschneiden. Unternehmen, die mehr als zehn Datensätze oder (bei kleineren Firmen) die Daten der Hälfte ihrer Mitarbeiter melden, bekommen die Studie zum Preis von 299 Euro (anstatt 599 Euro). Sie erhalten einen grafischen Vergleich ihres Vergütungsniveaus mit dem des Marktes. Dieser Vergleich zeigt auf einen Blick Stärken und Schwächen der eigenen Vergütungspraxis auf.

Die Ergebnisse der Umfrage erscheinen im Herbst als umfangreiche Studie. Dargestellt wird die Vergütung nach Funktion, Firmen­größe, Positionsebene und Personalverantwortung.