IT intim - Die Sorgen der CIOs

IT-Mitarbeiter sollen wissen, für wen sie arbeiten

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Nach zwei harten Jahren nimmt die Nutzfahrzeugbranche wieder Fahrt auf. Wie wirkt sich das auf die IT aus?
Peer Stauske, CIO, MAN Truck & Bus
Peer Stauske, CIO, MAN Truck & Bus
Foto: Joachim Wendler

Das Thema Innovation gewinnt wieder an Bedeutung. Nachdem der Umsatz unserer Lkw- und Bussparte um 40 Prozent eingebrochen war, hatten wir den IT-Betrieb - wie andere Automobilhersteller auch - auf das absolute Minimum heruntergefahren und uns von zahlreichen externen Partner verabschiedet. Seit ein paar Monaten entwickelt sich das Geschäft nun erfreulich, so dass wir daran denken können, den Investitionsstau aufzulösen.

Wir haben einige Großprojekte vor der Brust, beispielsweise die Einführung von SAP Automotive in der Produktion. Dafür die geeigneten Experten zu rekrutieren ist nicht ganz einfach. Zwar sieht unsere Planung für das laufende Jahr eine zehnprozentige Personalaufstockung vor. Aber in unserer Wahrnehmung gibt es einfach nicht genug Leute mit dem notwendigen Profil auf dem Arbeitsmarkt. Wirkliche IT-Spezialisten gehen oft lieber gleich zum IT-Anbieter. Außerdem suchen wir Leute, die eine Karriere "an der Schnittstelle" anstreben.

Wir stellen gern Mitarbeiter aus den anderen Fachbereichen ein, die die Prozesse kennen. Ich selbst zum Beispiel komme ursprünglich aus der Logistik und der strategischen Planung.