Erste Lösungen angekündigt

iOS 4 erweitert das iPhone-Management

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit dem Betriebssystem-Upgrade iOS 4 können Verwaltungslösungen von Drittanbietern erstmals direkt auf Informationen auf dem iPhone zugreifen und so das Gerät besser kontrollieren.

Die eingeschränkten Verwaltungsmöglichkeiten des iPhones im Unternehmen waren lange Zeit ein Schwachpunkt in der Strategie Apples, die Geräte als Business-Smartphones zu etablieren. Zwar bot der (eingeschränkte) Support von Exchange Active Sync einige Sicherheits- und Management-Möglichkeiten über den Microsoft Exchange Server. Für den Rollout stellte Apple außerdem das iPhone-Konfigurationsprogramm bereit. Was bislang dringend vermisst wurde, war die Möglichkeit, über einen Mobile-Device-Management-Server ständigen Kontakt zu einem Gerät zu halten - etwa, um die Sicherheitsvorgaben und installierte Programme einzusehen und gegebenenfalls aktualisieren zu können.

Mit dem nun verfügbaren iOS 4 bietet Apple neben neuen APIs auch einen integrierten Mobile Device Management Service (MDMS), über den Lösungen von Drittanbietern direkt auf das Gerät zugreifen und es kontrollieren können. Kurz nach dem Start von iOS 4 haben bereits einschlägige Hersteller wie Airwatch ("Mobile Device Manager"), Good Technology ("Good for Enterprise - iPhone), Mobileiron ("Mobileiron Virtual Smartphone Platform") und Sybase ("Afaria"), neue Versionen ihrer Management-Suites angekündigt, die diese Funktionen nutzen. Die aktualisierten Programme sollen ab Juli verfügbar sein und erlauben so wichtigste Features wie das Auffinden von geeigneten internen Anwendungen oder die remote Aktualisierung der Sicherheitsvorgaben und der Konfigurationsprofile.