Mehr Schutz für gestohlene Geräte

iOS 17.3 ist da

23.01.2024
Von  und
Halyna Kubiv ist Content Managerin bei der Macwelt.
Jason Cross schreibt während seines gesamten Berufslebens - über 20 Jahre - professionell über Technologie. Er liebt es, herauszufinden, wie komplizierte Technik funktioniert, um sie so zu beschreiben, dass sie jeder versteht.
iOS 17.3 bekommt eine Sicherheitsfunktion, die Dieben das Leben schwer machen soll.
Mit iOS 17.3 erhöht Apple den Schutz für gestohlene Geräte.
Mit iOS 17.3 erhöht Apple den Schutz für gestohlene Geräte.

Wie bereits vor einer Woche vermutet, hat Apple am Montagabend die finale Version von iOS 17.3 veröffentlicht. Neben den gemeinsamen Wiedergabelisten in Apple Music startet eine weitere wichtige Funktion - der Schutz für gestohlene Geräte.

Bereits im vergangenen Jahr hat das "Wall Street Journal" mehrere Verbrechen geschildert, bei denen Angreifer an öffentlichen Orten den Gerätecode des iPhones während der Eingabe ausspionieren, das Gerät stehlen und anschließend mit dem Gerätecode Zugriff auf die Apple-ID erlangen. Dadurch können sie auf alle möglichen Finanz-Apps und Social Media des Opfers zugreifen.

Für solche Fälle hat Apple eine zusätzliche Schutzschicht eingerichtet: Bei bestimmten Aktionen ist nun die Face-ID oder Touch-ID als alternative Authentifizierungsmethode notwendig. Im System wurde eine Sicherheitsverzögerung eingebaut. Beim Ändern des Gerätecodes oder Passworts der Apple-ID wird Face-ID oder Touch-ID benötigt, es wird eine Wartezeit von einer Stunde eingelegt, und zusätzlich erfolgt eine weitere biometrische Authentifizierung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur der legitime Nutzer den Gerätecode oder das Passwort ändern kann.

Mit Stolen Device Protection erhält iOS eine weitere Schutzschicht.
Mit Stolen Device Protection erhält iOS eine weitere Schutzschicht.
Foto: Apple

Weitere Funktionen

Neben diesen neuen Sicherheitsmechanismen bringt iOS 17.3 auch neue Hintergrundbilder für den Unity-Monat, der im Februar startet. Die Unfallerkennung wurde für iPhones 14 und 15 optimiert.

In den Einstellungen der Apple-ID kann man nun nachsehen, welche Apple Care oder Garantie für alle Geräte gilt, die mit der jeweiligen Apple-ID verknüpft sind, nicht nur dem jeweiligen iPhone.

Wie üblich schließt Apple mit dem aktuellen Punkt-Update auch mehrere Sicherheitslücken, in der aktuellen Sicherheitsnotiz finden sich 16 davon. Eine in Webkit ist bereits ausgenutzt worden, es wird allen Nutzern empfohlen, das Update zu installieren.

Der vielleicht interessanteste Teil von iOS 17.3 ist eine bisher unangekündigte Funktion namens "Stolen Device Protection" - Schutz für gestohlene Geräte. Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird es schwieriger, bestimmte Aktionen auszuführen, wie etwa das Ändern des Apple-ID-Passworts, des Passcodes oder das Einsehen anderer Passwörter, wenn das Gerät nicht an einem vertrauten Ort ist.

Mit dem iPhone-Passcode allein (der einfach durch Beobachten eines Benutzers bei der Eingabe erlangt werden kann) kann ein Dieb das Apple-ID-Passwort ändern und Ihr iPhone löschen, aber der Schutz für gestohlene Geräte verlangt dafür zusätzlich Face-ID oder Touch-ID, wenn sich das iPhone nicht zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einem anderen vertrauenswürdigen Ort befindet.

iOS 17.3: Versionshinweise

Apple hat die offiziellen Versionshinweise für iOS 17.3 veröffentlicht, zunächst allerdings nur auf Englisch (s. unten). Folgende Funktionen werden in iOS 17.3 hinzugefügt:

  • Schutz für gestohlene Geräte (s.o.)

  • Neuer "Unity"-Bildschirmhintergrund zum "Black History Month"

  • Kollaborative Playlists in Apple Music

  • Emoji-Reaktionen zu Einträgen in kollaborativen Playlists

  • Unterstützung für Airplay für TV-Geräte in ausgewählten Hotels

  • "AppleCare & Garantie" unter Einstellungen > Allgemein zeigt künftig die Abdeckung aller Geräte an, die auf Ihre Apple-ID registriert sind

  • Optimierungen für die Unfallerkennung (alle iPhone 14- und iPhone 15-Modelle)

Nicht explizit erwähnt wird in den Versionshinweisen ein Fix für einen Fehler, mit dem ein iPhone zum Absturz gebracht werden kann. Dieser lässt sich im Release Candidate nicht mehr reproduzieren. (Macwelt)

Dieser Artikel ist ursprünglich auf unserer Schwesterpublikation Macworld.com erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.