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Intel revidiert Umsatz- und Gewinnprognose

07.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chipriese Intel hat seine Erwartungen für das erste Geschäftsquartal 2003 leicht zurückgenommen: Wegen der schwächeren Nachfrage im Kommunikationsgeschäft rechnet der Konzern nun mit Einnahmen zwischen 6,6 und 6,8 Milliarden Dollar. Bislang war das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien, von einem Umsatz im Bereich von 6,5 Milliarden bis sieben Milliarden Dollar ausgegangen. Intel erklärte, während die Geschäfte im Bereich Mikroprozessoren besser als erwartet liefen, lägen die Einnahmen aus dem Verkauf von Flash-Speichern unter der eigenen Prognose. Der Branchenprimus warnte außerdem, dass die Bruttogewinnspanne wegen der hohen Lagerbestände an Flash-Speicherchips etwas niedriger als die bislang geschätzten 50 Prozent ausfallen könnten.

Intel leidet offensichtlich unter seiner Entscheidung, die Preise für Flash-Speicher ab Januar um 20 bis 40 Prozent zu erhöhen (Computerwoche online berichtete). Der Chiphersteller ging damals von einer steigenden Nachfrage seitens der Hersteller von Handys und anderen portablen Geräten aus. Diese stünden, so Intel damals, unter dem Zwang, die Speicherkapazität laufend zu erhöhen. Nach Ansicht von Marktbeobachtern wichen die Hersteller aber nach der Preiserhöhung auf Produkte der Konkurrenz, etwa AMD, aus. Die Kalifornier gehen davon aus, dass sich ihre Strategie letztendlich auszahlen wird, wenn die Absatzzahlen bei PDAs und Mobiltelefonen wieder zulegen. (mb)