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Intel liefert Itanium-Computer als Prototyp

07.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat nach eigenen Angaben damit begonnen, erste Server mit "Itanium"-Prozessoren an Hardware- und Softwarehersteller zu liefern. Ron Curry, Director of Marketing für den Itanium-Chip, der zuvor unter dem Codenamen "Merced" bekannt war, verkündete, bis Ende des Jahres Hunderte dieser Systeme verteilen zu wollen. Die Hersteller sollen den neuen 64-Bit-Mikroprozessor testen, verbessern und Produkte dafür entwickeln. In den ersten Versionen des Prozessors waren mehrere Bugs gefunden worden, allerdings weniger als sonst bei komplett neuen Chip-Architekturen üblich, so Curry. Im ersten Quartal 2000 sollen dann Tausende der Server-Prototypen verschickt werden. Im zweiten Quartal werden die Hersteller produktionsfertige Itanium-Chips erhalten, so daß sie mit ihren eigenen Qualifikationstests beginnen können. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sollen die Systeme schließlich

auf den Markt kommen.

Intel arbeitet laut Curry darüber hinaus an einem neuen Itanium-Chipsatz namens "460 GX", der in zwei Konfigurationen erhältlich sein soll. Eine sei für Workstations mit zwei Itanium-Prozessoren, die andere für Server mit vier Prozessoren konzipiert.

Im Februar 2000 will Intel das "Non Disclosure Agreement" für das Trillian-Projekt aufheben, deren Mitglieder an einer Linux-Version für die neuen Chips arbeiten. An dieser "Geheimsache" werkeln unter anderem VA Linux Systems, Cern, Cygnus Solutions, Hewlett-Packard, IBM, Silicon Graphics und Intel selbst.