Politik blockt Open Data ab

Infos über Staus und Hundekottüten

20.03.2012 | von 
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Open-Data-Projekte erleichtern den Zugang zu Verwaltungsdaten und schaffen neue Berufszweige. Doch Politiker und Kommunen halten das für eine Gefahr, sagt Axel Drengwitz von Steria Mummert.

Gläserne Bürger hätten die Politiker auf der Suche nach Daten zur Verbrechensbekämpfung ja schon gerne. Nicht umsonst propagieren vor allem konservative Interessensvertreter zum Beispiel eine möglichst umfassende Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations- und Computer-Daten. In der Umkehrung dieses Transparenz-Prinzips sieht es nicht ganz so rosig aus: Wenn es darum geht, der Öffentlichkeit Daten aus eigentlich öffentlichen Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen für eigene Arbeiten zur Verfügung zu stellen, sieht die Bilanz eher dürftig aus.

Dabei war es die Bundesregierung, die ein solches Programm unter dem Schlagwort Government 2.0 auf den Weg gebracht hat. Vorzeigbare Beispiele gibt es daraus aber noch nicht so viele, wie Axel Drengwitz, Berater bei Steria Mummert Consulting, im Gespräch mit unserer Schwesterpublikation CIO.de berichtet.

Open Data bezeichnet Wikipedia zufolge "eine Idee oder Bewegung mit der Absicht, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen". Die Transparenz ist eine der drei Säulen des Open-Government-Konzeptes von US-Präsident Barack Obama.

Die beiden anderen Stützpfeiler heißen Collaboration und Partizipation. Alle drei Bestandteile des Konzepts beschreiben ein neues Verhältnis von Behörden zu ihren Bürgern und umgekehrt.